Liga der Freien Wohlfahrtspflege traf sich im Carolinenfeld

Kreisliga der Freien Wohlfahrtspflege
Gudrun Dreßel übernahm von Enrico Heinke den Vorsitz der Kreisliga der Freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Greiz .

Gudrun Dreßel übernahm Vorsitz von Enrico Heinke
GREIZ-OBERGROCHLITZ. Seit zwei Jahren hat sich die Kreisliga der Freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Greiz neu konstituiert. Zu den Vertretern gehören: der AWO-Gemeindeverband Zeulenroda e.V. (Manuela Müller), der AWO-Kreisverband Greiz e.V. (Enrico Heinke), der Caritasverband für Ostthüringen e.V. (Andreas Zube), der Diakonieverein Carolinenfeld e.V. (Gudrun Dreßel), der DRK-Kreisverband Landkreis Greiz e.V. (Renate Linke), die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Zeulenroda e.V. (Cornelia Falk), der Volkssolidarität-Kreisverband Greiz e.V. (Erhard Matschke) und der Volkssolidarität-Regionalverband Zeulenroda e.V. (Renè Greyer) der Vorsitz liegt derzeit bei Gudrun Dreßel, Vorständin des Diakonievereins Carolinenfeld e.V., die am Dienstag von Enrico Heinke, dem AWO-Geschäftsführer des Kreisverbandes Greiz e.V. mit einem Blumenstrauß überrascht wurde.
Einmal im Quartal setze man sich zusammen, so Gudrun Dreßel und kümmere sich um Themen, die die soziale Arbeit in all ihren Facetten betrifft. Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege verstehe sich als deutliche Stimme der sozialen Bedarfe und sei mit über eintausend Beschäftigten zugleich einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Greiz.
Thematisiert wurden in der turnusmäßigen Sitzung, die am Dienstagnachmittag im Konferenzraum des Diakonievereins durchgeführt wurde, vor allem ein offener Brief, den die Liga an den Jugendhilfe-und Sozialausschuss im Landkreis Greiz, sowie an die Fraktionen des Kreistages sandte. Das Schreiben beinhaltet Fakten zur Situation der Beratungsstellen im Landkreis, wie Gudrun Dreßel erklärte. Alle diese Beratungsstellen seien in ihrer jetzigen Form finanziell nicht auskömmlich, heißt es im Brief. Zwar sei man sich der demografischen Entwicklung bewusst, doch stehe diese grundsätzlich nicht im Zusammenhang mit der Entwicklung steigender Bedarfe. Der Rückgang der Einwohnerzahlen korreliere nicht mit der Entwicklung des Beratungsaufwandes. Die Kürzung von Beratungsanteilen sei bei steigenden Fallzahlen und Erhöhung des Beratungsaufwandes verheerend. Deshalb sei die finanzielle Ausstattung der Beratungsstellen an der Einwohnerzahl festzumachen, schlicht der falsche Weg. Die Liga forderte deshalb die entsprechenden Gremien und Ausschüsse auf, in ihren Beratungen vor allem in den Haushaltsberatungen das beschriebene Anliegen zu berücksichtigen.
Was die Liga-Vorsitzende, Gudrun Dreßel nun besonders irritiert, ist die Tatsache, auf dieses Schreiben vom 7. März bislang keinerlei Antwort von Seiten der Adressaten bekommen zu haben.
Ein erneuter Brief der Liga soll nun die Verantwortlichen noch einmal auf den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam machen. Die Sache muss auf den Tisch, wie auch Cornelia Falk betonte.
Die Vertreter der Kreisliga zeigten sich enttäuscht, nicht einmal eine Eingangsbestätigung für dieses Schreiben erhalten zu haben. Es hat auch etwas mit Anstand zu tun, wie es Renate Linke formulierte.

Antje-Gesine Marsch @16.04.2013