Freundeskreis Sommerpalais: Geraer Peter Carqueville steht neu gewähltem Vorstand vor

Freundeskreis Sommerpalais: Geraer Peter Carqueville steht neu gewähltem Vorstand vor
Peter Carqueville übernimmt den Staffelstab von Reinhilde Machalett und überreicht ihr einen Blumenstrauß.

Der Freundeskreis der Sammlungen des Sommerpalais zu Greiz wählte am Samstagvormittag seinen neuen Vorstand – Neuer Vorsitzender ist der Geraer Unternehmer Peter Carqueville

GREIZ. „Ich bemühe mich, in der Tradition des Vorstandes die gute Arbeit fortzuführen und Akzente zu setzen“, versprach Peter Carqueville, der am Samstagvormittag in der konstitiuerenden Sitzung des Vorstandes zum neuen Vorsitzenden des Freundeskreises der Sammlungen des Sommerpalais zu Greiz gewählt wurde.

Der geschäftsführende Gesellschafter der Sanitäts- und Gesundheitshaus Carqueville GmbH mit der Verantwortung für 136 Mitarbeiter hat sich seit dem Jahr 2011 dem Sammeln von Kunst verschrieben; seit 2012 organisiert er in seinem Töppelner Betrieb regelmäßig Kunstausstellungen und Veranstaltungen. Zudem gilt Carqueville als engagierter Veranstalter und Unterstützer der Geraer Reihe „Kultur im Küchengarten“. Nun will sich der im letzten Jahr in den Freundeskreis eingetretene Geraer auch in Greiz für das Bewahren von Kunst einsetzen.

Da sich mit Dr. Andreas Hemmann, Wilfried Pucher, Reinhilde Machalett und Christine Lange vier langjährige Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Wahl stellten, wurden Angelika Kühn von Hintzenstern und Albert Giegling neu gewählt – stellvertretender Vorsitzender bleibt Roland Meyer, Schatzmeister Ronny Heydrich und Schriftführer Sven Klein wurden ebenso im Amt bestätigt.

Roland Meyer bedankte sich bei Reinhilde Machalett für das Wirken als Vereinsvorsitzende seit dem Jahr 2013. Sie habe die Geschicke des Vereins mit dem „Charme einer versierten Pädagogin“ gelenkt. Einen floralen Dank erhielt ebenso Dr. Andreas Hemmann.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Reinhilde Machalett einen Bericht über die Arbeit der letzten beiden Jahre vorgelegt. Sie erinnerte an das zwanzigjährige Jubiläum des Freundeskreises, der im August 1997 gegründet wurde. Zu den Gründungsmitgliedern zählten Dr. Ulf Merbold, Georg-Dietrich Prinz von Schoenaich-Carolath, Dr. Andreas Hemmann, Dr. Reiner Kunze, Stephan Seiffert, Steffi Jeske, Winfried Arenhövel, Gerd Deckinger, Erbprinz Heinrich XIV. Reuß und Sven Klein – zählte Frau Machalett auf.

In den zurückliegenden beiden Jahren habe man das Sommerpalais beim Ankauf von Werken Werner Davids (L.viss) und einer Grafiksammlung aus den 20er/30er Jahren von Harald Kretzschmar unterstützt. Zudem habe man die Biennale teilweise vorfinanziert und eine Bank im Fürstlich Greizer Park gestiftet.

Finanziert wurde dies zum einen durch Mitgliedsbeiträge, private Spenden und den Zehnt des „Winterzaubers“. Größter Sponsor seien die Sparkasse Gera-Greiz und die Kulturstiftung der Sparkasse Hessen-Thüringen. Ebenso wurden Lottomittel des Landes Thüringen zur Verfügung gestellt.

Als nächstes Ziel nannte Reinhilde Machalett den Kauf eines Touchscreens, den man als Förderverein unterstützen wolle. Damit können Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer vom Gartensaal aus mittels Monitor die Bilder der Beletage sehen. Mit rund 10.000 Euro schlage diese Anschaffung zu Buche, wobei bereits Lottomittel beantragt worden seien.

Reinhilde Machalett bedankte sich bei der Direktorin des Greizer Sommerpalais, Eva-Maria von Mariassy, und ihrem Team für ihr vorbildliches Engagement für das Haus, das in den letzten Jahren immer mehr als Faktor in der touristischen Entwicklung des Vogtlandes in Erscheinung getreten sei.

Dass ihr das „Vereinsleben“ im Freundeskreis der Sammlungen des Sommerpalais zu Greiz „etwas fehle“, hatte Reinhilde Machalett zwar des öfteren angesprochen, sich aber im Vorstand „eines besseren belehren lassen“. Die Vereinsaufgabe laute primär, die Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung zu fördern und zu unterstützen. Dennoch merkte Vereinsmitglied Heiko von Bogen an, dass er die gemeinsamen Ausfahrten in sehr guter Erinnerungen behalten habe – damals organisiert vom Vereinsvorsitzenden Jürgen Frantz und seinem Vorgänger Wilfried Pucher.
Man werde im Vorstand darüber beraten, stellte Schatzmeister Ronny Heydrich in Aussicht.

Antje-Gesine Marsch @16.09.2017