Frau Holle herzlich im Kinderhaus Am Elsterufer empfangen

Frau Holle herzlich im Kinderhaus Am Elsterufer empfangen
Frau Holle füllt den Quark in die Gläser.

Frau Holle besuchte auch in diesem Jahr das Kinderhaus Am Elsterufer und las – Rotkäppchen-Kompott stand auf dem Speiseplan

GREIZ. „Frau Holle, warum hast Du in diesem Jahr noch keine Betten ausgeschüttelt? Wir wollen Schlitten fahren“, empfingen die Mädchen und Jungen des Kinderhauses Am Elsterufer am Freitagvormittag ihren Gast.
Schließlich ist die gütige alte Dame für die Schneemenge des Winters verantwortlich. „Ich werde mir Mühe geben“, versprach Frau Holle den Kindern, die bereits so sehnsüchtig auf die weiße Pracht warten.

Bereits zum zweiten Mal stattete die Märchengestalt – hinter der die Greizerin Heidi Körner steckt – den Kleinen des Kinderhauses in der Neustadt einen Besuch ab. Diesmal hatte sie das Märchen vom Rotkäppchen mitgebracht, das sie den Kindern vorlas.
Zudem hatte sie einen Vorschlag: Das Wunschmärchen für das nächste Mal einfach zu Papier zu bringen.

Mit großen Augen verfolgten die Mädchen und Jungen die Geschichte vom Rotkäppchen, der Großmutter und dem Wolf und sparten dabei nicht mit Kommentaren.

Dass Frau Holle auch ihren Mutmacher-Fuchs dabei hatte, imponierte den Kleinen besonders. Vor allem, als Frau Holle gestand, dass sie machmal auch ein ganz klein wenig Angst habe, durch den dunklen Wald zu laufen.

Rotkäppchen stand auch bei der anschließenden Zubereitung eines Desserts Namenspate. Biskuit, Quark, Kirschsaft und natürlich eine große rote Kirche oben drauf – fertig war das leckere Kompott, das die Kleinen nicht nur selbst kreierten, sondern auch mit Freude verspeisten.

Der Höhepunkt des Vormittags sollte aber noch kommen: Gemeinsam machten sich die Kinder zu einem Spaziergang auf und bogen zielgerichtet am Haus von Frau Holle in den Hof ein.

Zwar kam auch diesmal noch kein Schnee aus dem Kissen, das Frau Holle aus ihrem Fenster schüttelte, aber die süßen Leckereien wurden von den Kleinen mit Begeisterung aufgefangen. „Die Kinder wussten bereits, wo unsere Frau Holle wohnt“, berichtete Erzieherin Beatrice Fischer lächelnd. Mit roten Wangen und zufriedenen Gesichtern riefen die Mädchen und Jungen „ihrer“ Frau Holle noch ein lautes „Danke“ zu. Am Nachmittag hatten sie ihren Eltern bestimmt eine ganze Menge zu berichten.

Antje-Gesine Marsch @17.12.2016