Theaterherbst sucht Mitwirkende für neue Projekte

Theaterherbst sucht Mitwirkende für neue Projekte
Die Zukunft der Menschheit steht auf dem Spiel: Auf coronabedingten Abstand proben die Mitwirkenden der von Martin Heesch geleiteten Ganzjahreswerksatt des Theaterherbstes im Greizer Goethepark Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“. Foto: Karsten Schaarschmidt

Greiz. Dass Kultur unbezahlbar ist, wird einem besonders in Zeiten der Corona-Pandemie bewusst. „unbezahlbar“ lautet auch das Motto des diesjährigen XXIX. Greizer Theaterherbstes. „Mit dem Motto wollen wir eine Wertediskussion anstoßen und fragen: Was ist etwas wert und wie viel ist es wert? Ein Augenblick. Ein Menschenleben. Unsere Erde. Ein Schokoladeneis. Ein Lächeln.“, sagt der Künstlerische Leiter Martin Heesch. Am Samstag, 11. Juli, stellen, um 16 Uhr, die Werkstattleiter ihre Projekte im Greizer Goethepark vor. Um 19 Uhr feiert am gleichen Ort die Ganzjahreswerkstatt Premiere mit Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“.

„unbezahlbar“ habe als Motto bereits Anfang des Jahres festgestanden, durch Covid-19 aber nochmals „eine zusätzliche Dringlichkeit und Aktualität erhalten“, so Heesch. Für insgesamt sechs Werkstätten, darunter unter anderem Schauspiel, Musical und Bewegung, werden nun Mitwirkende gesucht. „Selbstverständlich gelten sowohl für die Proben als auch für alle Veranstaltungen die jeweils gültige Thüringer SARS-CoV-2-Infektiosschutz-Grundverordnung“, versichert der Künstlerische Leiter. Aufgrund der erforderlichen Registrierung der Gäste bittet Heesch um Reservierung und rechtzeitiges Erscheinen.

Kein laues Lüftchen soll zur Festivaleröffnung wehen, mit William Shakespeares „Der Sturm“ will der Dresdener Regisseur und Schauspieler, Ulrich Schwarz, einen spielerischen Orkan entfachen und politische wie gesellschaftliche Zustände untersuchen. Für die Inszenierung sucht Schwarz, der zu Beginn der 2000-er Jahre drei Jahre lang Künstlerischer Leiter des Theaterherbstes war, Mitwirkende ab 16 Jahren. Kein Unbekannter ist ebenfalls Morten Gensch, wie schon vor zwei Jahren leitet er in diesem Jahre wieder die Schauspielwerkstatt für Kinder. Erarbeitet werden soll mit Mitspielern von sechs bis zwölf Jahren das Märchen „Fünf Bohnen“. Mit Stefan Kreißig und Anika Pinter sind zwei weitere Bekannte engagiert, die bereits Werkstätten geleitet haben. Mit dem Musical „Es gibt Geld! Gott kommt nach Greiz!“ wendet sich der Berliner Schauspieler und Regisseur, Stefan Kreißig, speziell an Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Inspiriert ist das Musical von dem Märchen „Der Arme und der Reiche“ von den Gebrüdern Grimm. Die Berliner Schauspielerin und Sprachtrainerin, Anika Pinter, wird mit allen Mitwirkenden ab 16 Jahren das Stück „Hose Fahrrad Frau“ von Stefan Wipplinger inszenieren, das fragt: Warum kann ich meine Wohnung tauschen, mein Herz verschenken, aber meinen Körper nicht teilen? Und selbstredend ist auch die Berliner Bühnenbildnerin Julia Kopa wieder mit im Team. Mit ihrer Werkstatt „Kabel, Kulissen und Kostüme“ lädt sie alle kreativ und handwerklich Interessierte ein, die darstellenden Werkstätten zu unterstützen.

Übrigens, alle Werkstattleiter sind zur Projektvorstellung anwesend und stehen für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Und natürlich ist auch für Speis und Trank gesorgt – bis in den Abend hinein, denn um 19 Uhr feiert die von Martin Heesch geleitete Ganzjahressschauspielwerkstatt Premiere mit Friedrich Dürrenmatts bekannter Tragikkomödie „Die Physiker“. Was als Schauspielinszenierung geplant war, wird coronabedingt nun als allerdings nicht minder spannende Szenische Lesung aufgeführt.

Reservierungen und weitere Informationen: www.theaterherbst.de.

Veranstaltung: XXIX. Greizer Theaterherbst – unbezahlbar
Vorstellung der Werkstätten | Mitspieler gesucht
„Die Physiker“ Premiere Ganzjahreswerkstatt
Datum: Samstag, 11. Juli 2020
Uhrzeit: 16 Uhr | 19 Uhr
Ort: Goethepark Greiz

Karsten Schaarschmidt
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit