Spaß am Improvisieren und der Improvisation

Einladung zum Mitspielen im JazzWerk Orchester #21: Der Spaß am Improvisieren soll in diesem Jahr in der von dem Dresdener Saxophonisten Christoph Modersohn geleiteten, für die Teilnehmer kostenfreien Werkstatt im Mittelpunkt stehen. Foto: Karsten Schaarschmidt
Einladung zum Mitspielen im JazzWerk Orchester #21: Der Spaß am Improvisieren soll in diesem Jahr in der von dem Dresdener Saxophonisten Christoph Modersohn geleiteten, für die Teilnehmer kostenfreien Werkstatt im Mittelpunkt stehen. Foto: Karsten Schaarschmidt

Das Greizer JazzWerk #21 sucht Akteure für sein musikalisches Werkstattprojekt

Greiz. Mit dem Chemnitzer Ronald Weise hat das Greizer JazzWerk sowohl einen neuen künstlerischen Leiter als auch mit dem Dresdener Saxophonisten Christoph Modersohn einen neuen Leiter für sein JazzWerk Orchester. „Im Zentrum der diesjährigen musikalischen Werkstatt steht die Improvisation und das Improvisieren“, sagt Modersohn und lädt alle interessierten Musiker – vom Anfänger bis zum Profi – ein, an dem kostenfreien Projekt teilzunehmen. Einzige Vorsaussetzung ist, dass die Teilnehmer ihr Instrument so gut beherrschen, dass ein gemeinsames Musizieren möglich ist.
Geprobt wird bis zum JazzWerk im Mai jeweils an verschiedenen Wochenenden. Die erste Probe ist am Sonntag, 15. März, 11 Uhr, im Gebäudekomplex Friedhofstraße 1 in Greiz.
„Von Anbeginn besteht der Jazz aus zwei Dingen: Improvisation und der Grundlage zum Improvisieren“, so Modersohn. Zunächst sei diese Grundlage ein Song, der Form, Tonalität und Timing festlege. Zu Beginn der Epoche, die heute als Modern Jazz bezeichnet werde, hätten sich bereits sehr komplexe Strukturen entwickelt, die von den Musikern ein sehr hohes Maß an Virtuosität verlangten. Im weiteren Verlauf seien die Strukturen nach und nach demontiert worden. Zunächst habe man die rasanten Akkordfolgen durch ein oder zwei Skalen ersetzt. Dann seien die Formen zunächst vielseitiger geworden, um sich danach praktisch aufzulösen. „Selbst Tonalität und Timing waren irgendwann einfach verschwunden, so dass am Ende als Grundlage zur Improvisation lediglich ein gemeinsamer Gestus blieb – oder der unbändige Drang nach Freiheit.“
Der Workshop will diese Entwicklung in umgekehrter Reihenfolge nachvollziehen. „Zuerst beschäftigen wir uns mit freier Improvisation, danach erfinden wir ein modales Musikstück, anschließend verwenden wir Jazzstandards mit einfachen Changes wie Blues und Turnarounds“ sagt Modersohn. Aufgabe werde sein, ein kleines, aber feines Konzert im Rahmen des JazzWerks #21 zu geben. Im Programm steht die Premiere für den Sonntag, 17. Mai.
Christoph Modersohn studierte Jazz (Saxophon) bei Prof. Günther Hörig und Komposition bei Prof. Rainer Lischka. Seit 1994 ist er als Musiker in den verschiedensten Bereichen tätig; unter anderem wirkte er in klassischen Orchestern wie Staatskapelle und Philharmonie Dresden mit, arbeitete an Musicalproduktionen sowie an Schauspielmusiken, so an den Theatern Esslingen und Halle. Aber auch in verschiedenen Bigbands wie der Bigband der R.-Schumann-Philharmonie Chemnitz oder im Dresdner Salonorchester musizierte er. Zudem hatte er Orgel-und-Saxophon-Projekte unter anderem am Gewandhaus Leipzig. Kammermusikalisch machte er mit seinem „Modersohn Sax Quartett“ auf sich aufmerksam. Christoph Modersohn hat eigene Jazzprojekte und beschäftigt sich auch mit elektronischer Musik. Als Musiklehrer unterrichtet er in den Bereichen Saxophon, Klarinette, Flöte, Ensemble, Improvisation, Musiktheorie und Percussion.
Anmeldungen für die musikalische Werkstatt des Greizer JazzWerks #21 sind über das Büro des Theaterherbstes, Telefon 03661-671050, oder per E-Mail greizer@theaterherbst.de möglich.

Karsten Schaarschmidt
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit