Greizer JazzWerk #21 wird abgesagt

Greizer JazzWerk #21 wird abgesagt
Erinnerung an coronafreie Zeiten: Die Münchener Krautrock-Jazzband „Embryo“ mit über 50-jähriger Historie gastierte im vorigen Jahr zur 20. Auflage des Greizer JazzWerks in der Kulturgarage des Vereins Alte Papierfabrik. Für dieses Jahr stellt das JazzWerk seine Produktion vorübergehend ein. Foto: Karsten Schaarschmidt

Theaterherbst-Vorstand trifft Entscheidung in Zeiten der Corona-Pandemie

Greiz. Das Greizer JazzWerk #21 fällt aus. Der Vorstand des Greizer Theaterherbstes, der das vom 14. bis 17. Mai 2020 geplante Festival organisiert, hat in seiner jüngsten Sitzung die Entscheidung getroffen, das JazzWerk auf Grund der Corona-Pandemie und auch aus Rücksicht auf die Gesundheit von Künstlern, Mitwirkenden und nicht zuletzt dem Publikum komplett abzusagen. „Wir haben bis zuletzt gehofft und gebangt, aber die gegenwärtige Situation lässt keine andere Entscheidung zu“, sagte Roland Weise, künstlerischer Leiter des JazzWerks.

Versucht werden soll, die musikalische Werkstatt, das JazzWerk Orchester, das in diesem Jahr von Christoph Modersohn aus Dresden geleitet wird, über das Jahr zu retten. „Wenn Proben wieder möglich, behördlich erlaubt und für die Beteiligten gesundheitlich risikofrei sind, könnte das Orchester die Proben wieder aufnehmen – und vielleicht im Herbst Premiere feiern“, sagte Weise. Aber auch das sei zum jetzigen Zeitpunkt noch Spekulation.

Ganz leer sollen die Jazz-Fans allerdings nicht ausgehen. Es sei geplant, so der Künstlerische Leiter, einen mehrminütigen Trailer zu erstellen. In diesem werde älteres Videomaterial von den Künstlern und Bands zusammengestellt, die 2020 beim JazzWerk auftreten sollten. Der Trailer soll dann unter anderem über die Internetseite des Theaterherbstes zu sehen sein. Das seit langem fertige Programm sah vor, dass das Festival von „Tuya Klangwerk“ und dem Greizer Kantor Ralf Stiller in der Stadtkirche „St. Marien“ eröffnet werden sollte. Als weitere Gäste sollten die Schweizer Pianistin Gisela Horat, die Metajazzband „Glotze“, das Jazz-Rock-Folk-Quartett „Le Gimp“, das Clemens-Gutjahr-Trio sowie das Trio „Lammel/Lauer/Bornstein“ begrüßt werden. „Vielleicht können wir mit dem Trailer einen kleinen Einblick in das geben, was wir vorhatten – und vielleicht können wir den Künstlern so etwas Aufmerksamkeit verschaffen“, sagte Weise. Natürlich werde darüber hinaus versucht, eventuell die eine oder andere Formation aus dem Programm 2020 im kommenden Jahr erneut zu einzuladen.

Der Theaterherbst bedauere die Entwicklung sehr und fühlt mit den anderen Kulturinitiatoren, Vereinen und Künstlern mit, die in diesen Tagen ähnlich schwerwiegende Entscheidungen treffen müssen. Vorstand, Vereinsmitglieder und Team wünschen allen alles Gute und vor allem Gesundheit.

Weitere Informationen: www.theaterherbst.de.

Karsten Schaarschmidt
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit