Sanierung des Grünen Salons im Unteren Schloss Greiz

Sanierung des Grünen Salons im Unteren Schloss Greiz

Bau-Odyssee bald vorüber
Grüner Salon im Unteren Schloss Greiz steht kurz vor der Fertigstellung

Sanierung des Grünen Salons im Unteren Schloss Greiz
Die Restauratoren bei ihrer Arbeit im Grünen Salon
Foto: Vs
GREIZ. Die Sanierung des Grünen Salons ist das letzte große Mosaiksteinchen in der Fertigstellung der Beletage des Unteren Schlosses. Das sagte Bürgermeister Gerd Grüner (SPD), als er vor wenigen Wochen aus den Händen von Thüringens Kulturminister Christoph Matschie (SPD) einen Fördermittelbescheid in Höhe von 60000 Euro erhielt. Zunächst hatte sich im vergangen Jahr der Traum zerschlagen, die Sanierungsmaßnahmen abzuschließen, die von einigen unvorhergesehenen Ereignissen begleitet wurden. 170 000 Euro waren im Stadthaushalt des vergangenen Jahres für die Arbeiten eingeplant worden; bereits vor einem Jahr sollte die Deckensanierung abgeschlossen sein. Schon 2010 wurden die Planungen erarbeitet inklusive einer denkmalpflegerischen Zielstellung, um den Salon wieder in seiner einstigen Pracht erstrahlen zu lassen. Seit Juni 2010 erfolgten verschiedene Rückbauarbeiten im einstigen Biedermeierzimmer und der angrenzenden Bauernstube. So stieß man allerdings bei Untersuchungen auf ernste Probleme: Die Decke über dem Grünen Salon besaß nicht die notwendige Tragfähigkeit. Deshalb gab es den Sanierungsvorschlag, der den Bau von zwei Hänge-Sprengwerken, Fachwerkträgern und Zugbindern vorgab. Wie der Bürgermeister informierte, belief sich die Kostensumme auf 95000 Euro. Ebenso beseitigt werden mussten Schäden an der Holzkonstruktion, die durch Hausschwamm und Pilze verursacht wurden. Ziel der gesamten Restaurierung ist die Wiederherstellung der historischen Raumgeometrie sowie der Oberflächen aus der Zeit um 1884. Mit der Übergabe der Fördermittel konnte man nun einen weiteren großen Schritt vorwärts kommen. Seit etwa vierzehn Tagen herrscht im Grünen Salon emsiges Arbeiten. Steinmetz Alexander Brock und sein Mitarbeiter Achim Geßner sind derzeit damit beschäftigt, den Brennraum des historischen Kamins auszumauern. Der Kamin wurde vielfach umgebaut, urteilt Brock, der während der Arbeit auch einen ursprünglichen Bogen freilegte. Im September werde man die Arbeiten abschließen können. Auch Elektriker Steffen Wohlrab hat alle Hände voll zu tun. Er ist für die Verlegung der gesamten Elektrik, sowie der Brandmelder und Alarmanlage verantwortlich. Die Restauratoren, die die Decke des Grünen Salons bearbeiten, sehen ebenfalls schon Land, den Prunk des ehemaligen Audienzzimmers des Fürsten Heinrich XXII., Reuß ältere Linie, wieder sichtbar zu machen, wie sie versichern.
Antje-Gesine Marsch @31.07.2012