Muttertag im Hilmo-Stad’l

Das gesamte Programm war den Müttern gewidmet, doch auch die Herren der Schöpfung kamen auf ihre Kosten

GREIZ-SACHSWITZ. Nicht nur allen Frauen, Müttern, Großmüttern und Tanten, sondern auch den Herren der Schöpfung war die Muttertags-Gala gewidmet, die vor großem Publikum am Samstagnachmittag im Hilmo-Stad’l stattfand. Erwartungsvoll hatten die Gäste bei Kaffee und Kuchen an festlich eingedeckten Tischen Platz genommen. „Wenn im Hilmo gefeiert wird, dann richtig“, stimmte Stad’l-Wirt Eberhard Hertel auf die Veranstaltung ein und trug im Anschluss einige seiner schönsten Titel, wie “Und die Sonne wird wieder scheinen”, vor. Apropos Sonne: die gab es an diesem Nachmittag reichlich. “Extra für alle Mütter bestellt”, wie Eberhard Hertel glaubhaft versicherte.

Eingeladen hatte das Stad’l-Urgestein auch musikalische Gäste: Die Plauener Schwestern Selina und Loreen sangen das Lied “Mama, lass uns wieder einmal Danke sagen”, das genau den Nerv der zahlreichen Gala-Gäste traf.
Silke Fischer aus Beerheide interpretierte ausdrucksvoll eigene Titel, wie “Mein Herz kriegst du nicht geschenkt”, aber auch die gefühlvolle Leonard-Cohen-Ballade “Hallelujah”.
Die studierte Opernsängerin Katharina Herz aus dem Thüringischen Ilmenau, die sich der heiteren Muse verschrieben hat, sang sich mit Temperament und Können in die Herzen der Zuhörer. Mit dem Titel “Feuertanz” stellte sie eine brandneue Eigenproduktion vor, intonierte aber auch international bekannte Titel, wie “Ganz Paris ist ein Theater” von Mireille Mathieu.

Mit “Jenny” wurde ein perfektes Helene-Fischer-Double engagiert, das die beliebtesten Titel der bekanntesten deutschen Schlagersängerin authentisch vortrug. Viel Beifall erhielt die Interpretin für die Titel “Die Hölle morgen früh”, “Auf der Suche nach mir” und natürlich dem Hit der Hits “Atemlos”.

Vorbilder spielen im Leben der meisten Künstler eine große Rolle. Vicco Torriani nannte beispielsweise Eberhard Hertel als musikalisches Idol, dem er seinerzeit nacheiferte. Der erst achtjährige Richy Koch aus Schöneck hat sich der Musik von Volks-Rock’n-Roller Andreas Gabalier verschrieben. Und noch etwas – er ist zudem das jüngste Gabalier-Double überhaupt. Zur Muttertags-Gala sang der Kleine “I sing a Liad für di” und “Verliebt, verliebt” und erntete wahre Beifallsstürme für seinen possierlichen Auftritt. Selbst ein RTL-Team war vor Ort und filmte den Vortrag. “Am Freitag besuchte der Drehstab den kleinen Richy auch im heimatlichen Schöneck”, erklärte Veranstalter Rainer Trautlofft.

Dass sich das Ehepaar Rainer und Ingrid Trautlofft immer wieder dem regionalen musikalischen Nachwuchs widmet, konnte man beim Auftritt von Viktoria Jenennchen erleben. Die neunjährige Ilmenauerin, deren Großeltern in Elsterberg leben, eroberte im Flug die Gunst der Zuhörer mit zwei stimmschön vorgetragenen Titeln: Dem “Heidenröslein” und “Guter Mond”. Begleitet wurde das begabte Mädchen von Dr. Günter Michel aus Plauen am Klavier.

Antje-Gesine Marsch @08.05.2016