Musikschule Greiz: …etwas blechern ging es in der Stadtkirche zu

Musikschule Greiz: ...etwas blechern ging es in der Stadtkirche zu
Die Teilnehmer des Abteilungskonzertes der Blechbläser der Musikschule Greiz.

Drittes Abteilungskonzert der Musikschule Greiz lud in die Stadtkirche Greiz ein

GREIZ. Nach den beiden Veranstaltungen „Gesang trifft Tasten“ und „Frisch gezupft“ fand am Samstagvormittag das dritte Abteilungskonzert der Musikschule „Bernhard Stavenhagen“ Greiz statt – diesmal nicht an gewohnter Stelle im Weißen Saal, sondern in der Stadtkirche St. Marien – einem würdigen Ort, der zudem eine wunderbare Akustik bot.

„Heute sollen ganz speziell die einzelnen Blechblasinstrumente zu hören und zu sehen sein“, führte Musikschulpädagoge Matthias Härtig in die musikalische Stunde ein. Elf Schüler präsentierten ihre Instrumente – von der Trompete, über die Posaune bis hin zum Tenorhorn – und offerierten den Gästen ihr bereits angeeignetes Können. „Alte und moderne Klänge“ versprach Matthias Härtig und damit nicht zu wenig.

So erklangen neben feierlicher Tanzmusik aus vergangenen Tagen auch jazzige Titel, Variationen, heitere Unterrichtsmusik oder traditionelle Stücke – einige von Anita Rott am Klavier begleitet.
Eindrucksvoll bewiesen die Musikschüler die musikalische Leidenschaft für ihr Instrument – ganz gleich, ob solistisch, im Duett mit ihrem Lehrer oder im Ensemble.
Matthias Härtig verstand es zudem, mit Informationen zu den einzelnen Stücken, den Komponisten oder historischen Hintergründen den Interessierten einen thematischen Rundumblick zu verschaffen.

Der Posaunenchor Caselwitz eröffnete den musikalischen Reigen mit dem Lied „Danke für diesen schönen Morgen“.
Oskar Lux spielte auf der Trompete eine Melodie von Valentin Rathgeber, die um 1600 entstand.
Anna Urban interpretierte auf der Ventilposaune die „Serenade“ von Michael Rose; gefolgt von Luca Haußdorf, der das englische Kinderlied „Bop, goes the weasel“ spielte.
Adina Kanis bewies mit dem Traditional auf dem Tenorhorn „Good Humour“.
Nils Häberer spielte gemeinsam mit Matthias Härtig auf der Trompete einen Rigaudon von William Babell.
In der Bläserquartett-Besetzung Aron Schmiedel, Sandro Geiler, Matthias Härtig und Kantor Ralf Stiller erklangen Melodien aus den „Jazz-Preludes“ von Michael Short.
Über ein Lied von Carl Philipp Emanuel Bach stellte Johannes Nöller auf der Ventilposaune seine Variationen vor; vom gleichen Komponisten spielte Aron Schmiedel einen „Marsch“.
Ein „Andantino“ von Cesar Franck brachte im Anschluss Lukas Keil auf dem Bariton zu Gehör.
Den „Nachtanz“ von Leopold Mozart intonierte Jakob Müller – von Daniel Hellbach stammt der Titel „Roadrunner“, den Kevin Urban gekonnt auf der Trompete spielte.
Der „Posaunen-Rag“ von Michael Rose wurde von Sandro Geiler interpretiert.

Zum Höhepunkt der musikalischen Stunde avancierte die „Sonate B-Dur“ von Jean Baptist Loeillet, die Matthias Härtig (Trompete) und Kantor Ralf Stiller (Orgel) zu Gehör brachten. Schließlich dürfe auch der Musiklehrer „nicht kneifen“, wie Härtig augenzwinkernd ankündigte.

Der Posaunenchor Caselwitz bereicherte das Abteilungskonzert in besonderem Maße: So spielten die Musiker den 2. Satz aus Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ und das „Intrade in Jazz“ von Johannes M. Michel.

Weil es gar nicht „blechern“ klang, sondern schöne Töne die Stadtkirche füllten, quittierten die Gäste das Konzert mit viel Beifall.

Matthias Härtig bedankte sich abschließend bei Kantor Ralf Stiller für die Unterstützung, sowie Anita Rott, die die Musikschüler während seines krankheitsbedingten Ausfalls engagiert auf das Konzert vorbereitete.

Antje-Gesine Marsch @27.03.2017