Männer-WG mit den größten Kraftreserven beim Feuerwehrauto ziehen

Gaudi-Wettkampf im Feuerwehrziehen beim Sommerfest in Daßlitz
Gaudi-Wettkampf im Feuerwehrziehen beim Sommerfest in Daßlitz. Jede Menge Kraft ist nötig, um das Feuerwehrauto ziehen zu können.

Tolle Tage beim Kinder- und Sommerfest – Jede Menge Kraft ist nötig, um das Feuerwehrauto ziehen zu können.

Daßlitz. Was die Freiwillige Feuerwehr Daßlitz um Wehrleiter Werner Vogel mit ihren über 30 aktiven Einsatzkräften und der Feuerwehrverein Daßlitz, er zählt immerhin 46 Mitglieder, am vergangenen Wochenende in Daßlitz zum traditionellen Kinder- und Sommerfest auf die Beine gestellt hatten, dass ließ keinen der kleinen und großen Besucher kalt und brachte alle auf die Beine. Ein heiteres und vergnügliches Gedränge auf dem Festplatz mitten im Dorf, und das schon am Freitagnachmittag. Man sah es den Daßlitzern und ihren Gästen an, dass sie mit Leib und Seele dabei waren. Hatten sie doch im Vorfeld mit dem Aufbau des Festzeltes und der anderen Attraktionen eine ganze Menge ehrenamtliche Arbeit geleistet, um den Erfolg dieses Festes zu organisieren. Bereits beim traditionellen Skatturnier, das am Freitagabend gespielt wurde, zeigten 46 Teilnehmer ihr Können. Dietmar Kießling aus Triebes gewann mit 3183 Punkten. Doch noch bevor es losging, gratulierten alle Bernd Grimm, langjähriger Kreistagsabgeordneter, zu seinem 70. Geburtstag, den er am Vortag begangen hatte. Ein vergnüglicher Abend, der für viele erst am frühen Morgen endete.

Sicher, der Wettergott war den Daßlitzern nicht immer gewogen. Doch er hatte ein Einsehen und ließ am Sonnabendnachmittag die Sonne immer wieder durch die Wolken blitzen. Dazu gab es hausgebackene Kuchenspezialitäten und Musikbegleitung durch Ralf Dietsch, Musiklehrer aus Reudnitz. Die Kinder tobten sich derweil auf der Hüpfburg aus, drehten mit der Feuerwehr einige Runden durchs Dorf, und ließen natürlich auch die Raketenbahn und die Losbude nicht aus.

Beim „Hau den Lucas war Kraft und Geschick gefragt, um als Sieger hervor zu gehen. Der neu gewählte Langenwetzendorfer Bürgermeister Kai Dittmann zeigte sich am stärksten und gewann. Bei den Damen war es Sandra Meyer aus München, die den richtigen Dreh raus hatte und den Hammer mit dem größten Schwung auf den Stempel knallte. Andreas Schlüter schoss sich derweil den Hauptpreis mit dem Luftgewehr am Stand der Kreisjägerschaft Greiz. Im Festzelt traf man sich immer wieder, waren doch einige nette Überraschungen vorbereitet wurden. So zeigte die Jugendtanzgruppe Lollipopp aus Plauen, wie man mit Tanz Geschichten erzählen kann. Und als dann Rolf Böhm mit seinem Assistenten von der Gruppe „Kata + Strophe mit seiner etwas anderen Zaubershow die Gäste in seinen Bann zog, hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Auf der Sommerkegelbahn ging es hoch her beim Hammelkegeln, musste doch ein mehrfaches Stechen her, ehe der Sieger des Hammels fest stand. Marcel Meuschke aus Neugernsdorf hieß er und freute sich über diesen Gewinn. Bevor die Großen dann richtig in den Abend starteten, hatten die Kinder mit dem Besuch des Sandmannes und in seiner Begleitung Frau Elster und Herr Fuchs noch einen „Gute-Nacht- Gruß“ mit viel Spaß zu absolvieren. Als dann die Männer der Showband „Quer Beat aus Chemnitz in die Tasten griffen, hielt es keinen mehr auf den Sitzen.

Der Höhepunkt des Sommerfestes sollte am Sonntagvormittag folgen. Es galt, das Daßlitzer Feuerwehrfahrzeug mit sechs Mann am Zugseil und einem Fahrer möglichst weit zu ziehen. Die unterschiedlichste Technik und Taktik wurde angewandt, um das Feuerwehrfahrzeug auf der Straße neben dem Dorfteich aus dem Stand soweit wie möglich zu ziehen. Die Langenwetzendorfer Männer-WG mit Christian Peter, Peter Marx, Thomas Böttcher, Roman Fischer, Robert Kessler, Steve Lenzner und Dirk Eickel waren es, die das Feuerwehrauto auf 55,70 Meter zogen und mit dieser Leistung den diesjährigen Pokal gewannen. Die FFW Wellsdorf schaffte 54,20 Meter und damit Platz zwei, gefolgt von der FFW Neugernsdorf mit 53,52 Meter auf Platz drei. Auf den weiteren Plätzen landeten: FFW Daßlitz (4.), Trabi Team de Zogser (5.), FFW und Turnverein Moschwitz (6.), TSV 1905 Daßlitz (7.), FFW Altgernsdorf (8.) und FFW Nitschareuth (9.).

Den Abschluss dieses Festes machte das „Bierlied“ um Punkt 12 Uhr, eine mächtige Matscherei. Zudem bekam einer der Neuen bei der FFW Daßlitz auch noch eine Biertaufe zum Gaudi aller ab.

Peter Reichardt @19.07.2009