Greizer Cäcilienchor setzt Tradition des Karfreitagssingens fort

Hoch über den Dächern der Stadt Greiz setzte der Greizer Cäcilienchor unter Leitung von Winfried Arenhövel die Tradition des Karfreitagssingens auf dem Tempelwald fort


GREIZ. Ganz seiner langjährigen Tradition verpflichtet, gab der Cäcilienchor der Katholischen Gemeinde Greiz unter Leitung von Winfried Arenhövel an diesem kühlen Karfreitagmorgen ein Konzert hoch über den Dächern der Schloss-und Residenzstadt.

Das Greizer Karfreitagssingen am Gasparinentempel geht auf das Jahr 1863 zurück; da lud Kantor Wilhelm Urban zum ersten Mal mit seinem Chor auf den Gasparinenberg ein.

Winfried Arenhövel hatte das Singen im Jahr 1996 wieder zum Leben erweckt und setzt seitdem mit den Choristen diese Tradition mit Liedern, die diesem Tag angemessen sind, fort. In seinen Worten unterstrich er, dass Ostern nicht das Ende am Kreuz, sondern die Hoffnung auf die Auferstehung bedeute.

Gut dreißig Frühaufsteher, die den steilen Aufstieg nicht scheuten, hörten auch in diesem Jahr geistliche Choräle „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ von Georg Neumark (1641).
Interpretiert wurde vom Cäcilienchor zudem der Choral „Ich danke dir von Herzen“ aus der Passion von Johann Friedrich Fasch, der von 1719 bis 1721 in Greiz als Organist und Stadtschreiber wirkte. Auch die Titel “Selig seid Ihr” von Peter Janssen wurde dargeboten.

Pfarrer Thomas Mandler sprach den Segen über die Stadt Greiz. Das Krankenhaus, das man vom Gasparinentempel aus sehe, beinhalte für viele Alte und Schwerkranke „Leid und Kreuz“. Besonders diese Menschen wurden in das Gebet eingeschlossen.

Nachdem der „Schlager“ des morgendlichen Singens im letzten Jahr nicht erklang, sang man ihn in diesem Jahr wieder gemeinsam: Den irischen Segen “Möge die Straße uns zusammenführen”.

Verhaltener Applaus der Anwesenden dankte dem Chor für dieses traditionelle, aber immer wieder besondere Konzert.

Antje-Gesine Marsch @31.03.2018