Das Greizer Collegium musicum gab anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Katholischen Kirche Greiz ein Festkonzert

Das Greizer Collegium musicum gab anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Katholischen Kirche Greiz ein Festkonzert
Das Greizer Collegium musicum unter Leitung von Eckhard Kiesling gab in der Greizer Katholischen Kirche ein Festkonzert

Erhebendes Festkonzert des Greizer Collegium musicum
Weiterer Glanzpunkt im Weihejahr der Katholischen Kirche

GREIZ. Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1938 wurde der Kirchbau der Herz-Jesu-Gemeinde in der Neustadt vollendet. „Wir sind dankbar, in diesem Jahr die Weihe feierlich begehen zu dürfen“, wie Pfarrer Dietmar Brosig zu Beginn des Festkonzertes am Sonntagabend sagte. Das Collegium musicum setzte mit der musikalischen Aufführung einen weiteren Glanzpunkt in die Reihe der vielfältigen Veranstaltungen rund um diesen Anlass.
Unter Leitung von Eckhard Kiesling musizierte das Liebhaberorchester, das sich auch musikalische Gäste eingeladen hatte, vor allem Stücke aus dem angehenden 18. Jahrhundert.
Das Konzert wurde eingeleitet mit Georg Philipp Telemanns Suite in D-Dur für Oboe und Streicher. Die Streicher klangen homogen und gut aufeinander eingestellt; bewiesen große Musikalität und ließen es auch an temperamentvoller Virtuosität nicht fehlen. Der Oboist Markus Pinquart überzeugte ebenfalls mit seinem virtuosen Spiel.
Telemanns Menuetto für Sopranblockflöte und Streicher wurde vom Collegium musicum und der Solistin Laurentien Mittler, einer erst zehnjährigen Schülerin der Pohlitzer Regelschule, die Flötenunterricht bei Gretel Töpfer in der Greizer Musikschule erhält, dargeboten. Eine wiederum schöne Geste, die musikalische Förderung der Jugend auch in der Praxis zu zelebrieren.
Ein weiterer Höhepunkt des Konzertes war die Aufführung des Konzertes für Klarinette und Orchester in B-Dur von Johann Friedrich Fasch, dessen 325. Geburtstag damit gedacht wurde. Mit Johannes Reiche als Solist hatte Eckhard Kiesling eine gute Wahl getroffen.
Zum Höhepunkt des Abends avancierte die Bach-Kantate Mein Herz schwimmt im Blut, BWV 199, ein berührendes achtsätziges Stück, das 1714 uraufgeführt wurde. Als Solistin brillierte Christian Elbe, die dieses wundervolle Werk innig interpretierte. In hervorragender Artikulation und sich während des Vortrages in Stimme und Ausdruckskraft sogar noch steigernd, konnte die Sopranistin mehr als überzeugen. Den siebten Satz als Zugabe erklatschten sich die zahlreichen Zuhörer in der Herz-Jesu-Gemeinde, die der gesamten Aufführung mit minutenlangem Beifall ihren Respekt zollten. Der warme Orchesterklang souverän von Eckhard Kiesling durch alle Klippen geleitet – ergänzt von hervorragenden Einzelleistungen begeisterte die Gäste.
Eine Kostprobe seines Könnens entbot zu diesem Konzert am Cembalo auch Ralf Stiller, der im Juli seinen Kantorendienst an der Stadtkirche St. Marien antreten wird.

Antje-Gesine Marsch @14.04.2013

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