Waldjugendspiele 2018: Ein Schultag im Freien

Waldjugendspiele 2018: Ein Schultag im Freien
Dirk Fuchs (r.) begrüßt Frau Mende und ihre Klasse.

Obwohl der Himmel am Vormittag seine Schleusen öffnete, war es für die Schüler aus dem Landkreis Greiz ein interessanter Schultag in Waldhaus

WALDHAUS. Obwohl die Wetter-App für den Donnerstagvormittag den Regen nicht unbedingt vorhersagte und die Schüler während der Waldjugendspiele 2018 von kräftigen Schauern überrascht wurden, war es für die Mädchen und Jungen aus Grundschulen des Landkreises Greiz ein spannender und interessanter Schultag im Freien.

Einmal jährlich organisieren die Thüringer Forstämter in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen e. V., die Waldjugendspiele. So auch in diesem Jahr, als 13 Grundschulklassen des Landkreises Greiz nach Waldhaus kamen. Begrüßt wurden Teilnehmer aus den Grundschulen Greiz-Pohlitz, Berga, Teichwolframsdorf, Mohlsdorf, Naitschau, Zeulenroda, Irchwitz sowie der Lessing-und Goetheschule Greiz mit den Obergrochlitzer Kindern. „Wir bieten den Grundschülern heute die Möglichkeit, ihr schulisches Waldwissen auf die Probe zu stellen“, wie Dirk Fuchs vom ThüringenForst sagte. Jedes Kind erhielt zu Beginn einen Rucksack überreicht, der einige Überraschungen bot.

Das besondere an diesem Unterrichtstag: Man braucht keine Stühle und Tafel. Lediglich festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Diese brauchten die Schüler dann im Laufe des Vormittags.

An 15 vielfältigen Themenstationen wie Pflanzen- und Tierkunde, Umweltschutz und Jagd auf schlaue Köpfe, aber auch sportliche Aktionen und Spiele wurden die Mädchen und Jungen geistig und körperlich gefordert. „Dabei wechseln sich Wissensvermittlung-und abfrage ab“, erklärte Dirk Fuchs. Jede Klasse wurde dabei von einem eigenen Forstpaten betreut und über einen Rundparcours durch den Wald geführt.

Zu den sportlichen Aktivitäten gehörten bspw. der Baumscheibenlauf oder das Zapfenwerfen.
Auch Tiere auf dem Pirschpfad erspähen oder Pilze erkennen standen auf dem Programm des Vormittags. Ebenso wurde das Thema „Müll im Wald“ in den Fokus gerückt oder die Zweigstaffel durchgeführt, bei der ein Lösungswort gefunden werden musste.
Die Grundschüler aus Teichwolframsdorf brauchten nicht lange, um das Wort „ESCHE“ zu bilden. „Wir haben uns auf diesen besonderen Unterrichtstag im Freien natürlich gut vorbereitet“, wie die Klassenleiterin, Dorit Mende, im Gespräch sagte. Den Kindern gefiel es ausnehmend gut, die vielen Aktivitäten in Anspruch zu nehmen.

„Toll, hier im Wald Unterricht durchzuführen“, zeigten sich auch die Mädchen und Jungen der Grundschule Greiz-Pohlitz überzeugt. Besonders interessant fanden die Kinder die Vorführungen von Moritz Nicol und Karl Zenker. Die Auszubildenden im zweiten Lehrjahr demonstrierten den Grundschülern nicht nur die handwerkliche und arbeitsschutzmäßige Ausstattung eines Waldarbeiters, sondern auch, wie ein Baum gefällt wird.

Wie wichtig es ist, den Kindern – fernab von Facebook und Computerspielen – die Natur in all ihren Facetten näherzubringen, unterstrich auch Herr Prüfer von der Kreisjägerschaft Greiz, der den Schülern viel Wissenswertes zum Thema Jagd vermittelte.

Nach all den spannenden Erlebnissen im Wald nutzten die Grundschüler im Anschluss die Möglichkeit, im Innenhof des Forstamtes etwas zur Ruhe zu kommen. Ein Team des DRK Greiz stellte sich vor; zudem konnte man gemeinsam mit Revierförsterin Claudia Kindermann-Weiss nicht nur einen „Borki“ basteln, sondern sogar „echte“ Borkenkäfer mittels Lupenglas in Augenschein nehmen. „Spielen und dabei lernen“, so der Anspruch. „Der Schädling ist in aller Munde, doch keiner weiß, wie er wirklich aussieht“, begründete Dirk Fuchs das Angebot.

Nach dem mit vielen Eindrücken und Erlebnissen verlaufenen Vormittag stärkten sich die alle Teilnehmer der Waldjugendspiele bei einem gemeinsamen Essen, wobei die Wiener und ein Getränk kostenlos gereicht wurden.
Dirk Fuchs bedankte sich abschließend bei allen Sponsoren, die diesen ganz besonderen Tag auch in diesem Jahr ermöglichten.

Antje-Gesine Marsch @25.05.2018