Unstimmigkeiten persönlich besprochen

Thüringenrundfahrt: Fünfte Etappe „Rund um Greiz“
Kam zur Sitzung des Kulturausschusses nach Greiz: Vera Hohlfeld, Organisatorin der Internationalen Thüringenrundfahrt der Frauen.

Stadt Greiz bekräftigt Bereitschaft, im nächsten Jahr Etappenort der Internationalen Thüringenrundfahrt der Frauen zu sein

GREIZ. „Unstimmigkeiten persönlich zu besprechen und die tatsächlichen Entscheidungen des Greizer Stadtrates mitzuteilen“, nannte der Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus, Kultur und Sport, Christian Tischner (CDU) als Grund, die Organisatorin der Internationalen Thüringenrundfahrt der Frauen, Vera Hohlfeld und den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Gera-Greiz, Wolfgang Reichert als Hauptsponsor der Tour zur Sitzung am Donnerstagnachmittag einzuladen. Im Jahr 2013 hatte die Stadt Greiz ein Jahr pausiert, um im folgenden Jahr wieder als Etappenort des sportlichen Groß-Events zur Verfügung zu stehen. Das hatte der Stadtrat bereits im September vergangenen Jahres beschlossen. „Überrascht und irritiert“ zeigte sich Frau Hohlfeld, als sie erfuhr, dass dem „Ausstieg“ der Stadt Greiz ein Stadtratsbeschluss zugrunde lag. Zunächst habe sie nur an ein „Gerücht“ geglaubt.

„Ich bin stinksauer, dass ich darüber nicht ordentlich informiert wurde“, so die Tour-Managerin, die Greiz als „sichere Bank“ wähnte. Sie habe ein Anschreiben an die Stadt Greiz gemacht und sei davon ausgegangen, alles gehe in Ordnung. Stephan Marek (SPD) räumte dazu ein, dass es tatsächlich ein kommunikatives Problem gegeben habe. Zudem hatte er die Information von der ehemaligen Amtsleiterin, Frau Gropp, dass keine Anfrage vorlag. Jan Popp (IWA) gab an, aufgrund der prekären Haushaltslage selbst den Vorschlag gemacht zu haben, ein Jahr auszusetzen. Wir können nicht Stadt der Ringer, Stadt der Museen und Stadt des Radsports zugleich sein, wie er meinte. Das Problem bestand wohl beidseitig, betonte Wolfgang Seifert (SPD) und Harald Seidel (SPD) unterstrich, es gehe doch um ein Stück Zukunft Kommunikationsmangel hin oder her. Vera Hohlfeld ließ nicht locker und wollte klären, wer nun die Schuld trägt.

Schließlich wolle sie mit ihren Geschäftspartnern auf Augenhöhe verhandeln. Im Übrigen würden für das kommende Jahr bereits acht Meldungen für sieben Etappenorte vorliegen, das mache die Sache nicht leichter. Sie könne und wolle nun auch keinen der traditionellen Etappenorte vergrämen. Auch Nachfrage von Ines Wartenberg (SPD), die wissen wollte, welche Städte Tradition hätten, nannte Vera Hohlfeld lediglich vier Orte. Wolfgang Reichert, der die Frage in die Runde warf, ob Vera Hohlfeld mitnehmen könne, dass sich die Stadt 2014 definitiv und offiziell als Etappenort bewirbt, antwortet Bürgermeister Gerd Grüner (SPD): In unseren Doppelhaushalt 2013/2014 haben wir die Thüringenrundfahrt eingestellt. Also ja!

Antje-Gesine Marsch@ 06.09.2013