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Lernprozess auf für ihn gänzlich neuer Strecke fortgesetzt

Lernprozess auf für ihn gänzlich neuer Strecke fortgesetzt

Für seine Zukunft begab sich Robin Siegert erneut in eine der besten „Lehrwerkstätten“ Thorsten Horn

Beim dritten Saisonrennen zum Moto4 Europe Cup betrat Robin Siegert in Jerez de la Frontera völliges Neuland

Dar dritte Lauf zum Moto4 Europe Cup 2026 im südspanischen Jerez de la Frontera war am vergangenen Wochenende für Robin Siegert das zweite in der hochkarätigen internationalen Nachwuchsschule. Das Rennen zuvor hatte der 15-jährige Pilot vom Team Kiefer Racing auf Grund des in Kombination mit seiner Hauptserie Moto4 Northern Cup eng gestrickten Terminkalenders ausgelassen. Nun ging es wieder unter Spaniens Sonne, wobei der alljährliche Schauplatz des Grand Prix von Spanien für ihn völliges Neuland war. Wenngleich er die Qualifikation für die beiden Hauptrennen verpasste, konnte er viel für seinen weiteren Werdegang lernen und ist für den nächsten Lauf guter Dinge, die hohe Quali-Hürde überspringen zu können.

Dritter Saisonevent des Moto4 Europe Cup, zweiter Start von Robin Siegert. Wenngleich von vornherein klar war, dass es der 15-jährige Schützling der Ex-Rennfahrer Philipp Hafeneger, Stefan Nebel und Dario Giuseppetti auf der von der südländischen Konkurrenz regelmäßig genutzten, für ihn jedoch gänzlich unbekannten Rennstrecke schwer haben würde, verkaufte er sich teuer, steigerte sich stetig und hätte im vorentscheidenden Zeittraining fast die direkte Qualifikation für die Teilnahme an beiden Rennen geschafft. Leider waren die beiden Trainings- bzw. Quali-Gruppen der insgesamt 54 Teilnehmer etwas unausgewogen. So wäre er mit seiner schnellsten Runde in der anderen Gruppe direkt in die Wertungsläufe eingezogen, musste so aber wieder ins Last-Chance-Rennen. Wenngleich es in diesem nicht ganz reichte, zeigte er erneut eine starke fahrerische und kämpferische Leistung und kann die nächsten anstehenden Aufgaben mit breiter Brust angehen.

Anschließend bilanzierte der kleine Erzgebirger: „Von den Ergebnissen her war es eher gleich wie beim ersten Rennen in Barcelona. Diesmal war meine Trainingsgruppe sehr viel schneller als die andere. Aber wir und speziell ich haben wieder viel gelernt. Wir sind mit sehr schnellen Fahrern unterwegs gewesen und ich konnte mir auf der Strecke einiges abschauen. Ich habe mich in jedem Training um rund eine halbe Sekunde verbessert. Im Last-Chance-Race bin ich auf Platz 13 gestartet und mit vielen schönen Fights noch bis auf Rang acht nach vorn gefahren. Damit waren wir ziemlich happy, sind mit einem echt guten Gefühl rausgegangen und blicken nach vorn.“

Zur für ihn neuen Strecke fügte er an: „Das war natürlich eine zusätzliche neue Herausforderung. Wir hatten keinerlei Daten und sind sozusagen mit einem leeren Blatt ins Wochenende gegangen. Mit den Erfolgen und Erfahrungen aus dem Moto4 Northern Cup (zuletzt sechs Siege in Folge und klarer Tabellenleader, Anm. d. A.) waren wir aber sehr motiviert. Gleich beim ersten Training habe ich mich gut zurechtgefunden und konnte mich danach von den Rundenzeiten her stetig steigern. Wir haben auch durch die vielen starken Fahrer wieder enorm dazu gelernt. Das ist ein ganz anderes Level gegenüber dem Moto4 Northern Cup.“

Für das nächste Rennen im Europe Cup im französischen Magny Cours Ende Juli rechnet er sich gute Chancen aus, sich für die Hauptrennen qualifizieren zu können. Das begründete er so: „Auf den Rennstrecken in Spanien fahren die vielen Spanier und auch Fahrer, die komplett da unten leben, so oft, die kennen die Strecken in- und auswendig. Da haben sie ganz klar einen Vorteil. Das dürfte sich in Magny Cours relativieren. Das mit der Renn-Quali sollte demnächst passieren.“

Zuvor steht am kommenden Wochenende vom 10. bis 12. Juli aber erst einmal sein absolutes Saison-Highlight auf dem Programm. Im Rahmen des Motorrad Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring ist der Moto4 Northern Cup wieder mit von der Partie, was für Robin Siegert aus emotionaler, aber auch aus sportlicher Sicht ein besonderer Event sein wird. Wenngleich er sich bei den vorangegangenen Rennen in die Rolle des klaren Top-Favoriten bringen konnte, tritt er ein wenig auf die Euphorie-Bremse. Dazu sind seine Gedanken: „Wir dürfen jetzt kein unnötiges Risiko eingehen und mit einem Sturz alles das gefährden, was wir uns bis jetzt aufgebaut haben. Das Ziel ist, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Wir geben natürlich wieder unser Bestes und wollen das Maximum rausholen. Aber je nachdem wie es läuft, akzeptiere ich mit Blick auf die Meisterschaft auch einen zweiten, dritten, vierten oder fünften Platz. Aber wenn die Chance auf einen weiteren Sieg da ist, wird sie natürlich genutzt.“

Ergänzend fügte er an: „Ich will mir gar nicht zu viel Druck machen und will mich vor allen nicht ablenken lassen, denn es werden sicherlich viele Unterstützer und Fans da sein. Wir müssen einfach unseren Job machen, wie wir ihn immer machen. Dann wird das wieder ein echt geiles Wochenende.

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