„Leider hatten andere nicht so einen Dusel wie wir“

„Leider hatten andere nicht so einen Dusel wie wir“
Stark und hoffnungsvoll: Szene aus der Premiere der Musical-Werkstatt des XXIX. Greizer Theaterherbstes, unter dem Titel „Gott kommt nach Greiz!“ erzählten die Jugendlichen ihre Geschichten – und dass mit Mut und Willen jedes Ziel zu erreichen ist. Foto: Karsten Schaarschmidt

Greizer Theaterherbst sagt Danke und ruft zur Unterstützung von Künstlern auf

Greiz. Nicht die Kultur bestimmte das Jahr 2020, sondern das Virus SARS-CoV-2. Und wenn Kultur stattfinden konnte, musste sie neu gedacht werden. Aufgeben war jedoch für den Greizer Theaterherbst keine Option, sagen Vorstand und Projektmanagerin Daniela Weinbrecht unisonso. „Zwar mussten wir das JazzWerk pandemiebedingt absagen, aber wir hatten das große Glück, dass es trotz allem einen Theaterherbst gegeben hat“, so der Künstlerische Leiter Martin Heesch. Deshalb sei es dem Theaterherbst nochmals ein Bedürfnis Danke zu sagen.

Ein großes Dankeschön gebührt allen Unterstützern, Helfern, den Mitwirkenden und Werkstattleitern, den Gastspielkünstlern, allen öffentlichen und privaten Sponsoren, den Vereinsmitgliedern und nicht zuletzt dem Publikum für dessen Treue. Dass die 29. Auflage des Theaterherbstes unter dem bezeichnenden Motto „unbezahlbar“ seine Bühnen habe finden können, sei nur mit einem erheblichen Mehraufwand und Hygienekonzepten möglich gewesen. „Aber es hat sich zweifelsfrei gelohnt“, ist Heesch mit Blick auf die positive Resonanz der Gäste überzeugt. Sein und der Dank des Vorstands gelte vor allem der Berliner Bühnenbildnerin und Werkstattleiterin, Julia Kopa, die in Sachen Hygienekonzepte eine herausragende Arbeit geleistet hat, sowie den freiwilligen Platzanweisern, Technikern und den Mitarbeitern im Büro für das Stemmen der zusätzlichen Aufgaben.

„Leider hatten andere Künstler, Theater und Kulturvereine nicht so viel Dusel wie wir, was wir sehr bedauern“, sagt Heesch. Schon aus diesem Grund sei es ihm, dem Vorsand und dem Projektmanagement ein großes Bedürfnis, alle Kunst- und Kulturinteressierten zu bitten, wo auch immer und wie auch immer von der Pandemie betroffenen Künstler zu unterstützen – egal, ob regional oder bundsweit, egal, ob Schauspieler, Musiker, Bildende Künstler, Theater oder Kulturvereine. „Solidarität und das Zusammenstehen ist ein wichtiges und entscheidendes Gut bei der Bewältigung der Pandemie“, sagt Heesch. In diesem Sinn wünscht der Greizer Theaterherbst allen eine besinnliche Weihnachtszeit, Kraft beim Überstehen der Corona-Pandemie und alles Gute, vor allem aber Gesundheit für 2021, das hoffentlich ein besseres und kulturvolleres Jahr wird als der zu Ende gehende.

Karsten Schaarschmidt
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit