Langenwetzendorf ist meine Heimat

Langenwetzendorf ist meine Heimat
Olaf Ebert tritt als Kandidat für das Bürgermeisteramt der Gemeinde Langenwetzendorf an.

Olaf Ebert tritt als Kandidat für das Bürgermeisteramt der Gemeinde Langenwetzendorf an.

Zur Gemeinde Langenwetzendorf gehören seine zwischen 1992 und 2013 eingemeindeten Ortsteile Daßlitz, Erbengrün, Göttendorf, Hain, Hainsberg, Hirschbach, Langenwetzendorf, Lunzig mit ehemaligem Ortsteil Kauern, Naitschau, Neuärgerniß, Neugernsdorf, Nitschareuth, Wellsdorf, Wildetaube mit den ehemaligen Ortsteilen Altgernsdorf und Wittchendorf, sowie Zoghaus.

Am 21. Februar 2021 soll in Langenwetzendorf ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Neben Amtsinhaber Kai Dittmann (CDU) tritt auch der Olaf Ebert als parteiloser Einzelbewerber an. Nachfolgend möchte der Vogtlandspiegel ihn und seine Ziele vorstellen.

RK: Hallo Herr Ebert, erzählen Sie uns das was von sich.

OE: Sehr gern. Ich bin 60 Jahre jung und wohne im Ortsteil Daßlitz, bin verheiratet und habe vier Kinder, zwei erwachsene, zwei kleine Mädchen und Enkel. Ich bin seit 34 Jahren Polizeibeamter und nach unterschiedlichen Verwendungen seit 2006 wieder in der Polizeiinspektion Greiz. Ich bin sicher vielen Greizern und auch Langenwetzendorfern bekannt, da ich zehn Jahre lang als Präventionsbeamter in den Kindergärten und Schulen der Stadt und des Umlandes aktiv unterwegs war. Jetzt bin ich wieder im Streifendienst auf den Straßen von Greiz bis Seelingstädt und Cossengrün anzutreffen. Mittlerweile wurde ich mit sehr erfreulichem Ergebnis in 2019 in den Gemeinderat gewählt und dort als streitbarer Geist aktiv.

RK: Was treibt Sie an zu kandidieren?

OE: Mein Credo ist: „Bequemlichkeit macht nur Probleme, man muss Herausforderungen annehmen, um an den Aufgaben zu wachsen“. Es gibt vieles, was mich unzufrieden macht und vieles, was ich gern umsetzen möchte. Ich möchte vor allem, dass die Einwohner der ganzen Einheitsgemeinde Langenwetzendorf dieses Mal eine echte Wahl haben. Deshalb trete ich gegen den „Platzhirsch“ an. Eine Bürgermeisterwahl ist immer eine Personenwahl. Die Wähler entscheiden, von wem sie sich am besten vertreten lassen wollen.

RK: Sie haben ja schon einige Erfahrungen als Gemeinderat in Langenwetzendorf. Können Sie uns davon berichten?

OE: Ich bin sehr gern Gemeinderat in Langenwetzendorf. Denn ich bekomme von vielen Bürgern der Gemeinde positive Rückmeldungen zu meiner Arbeit. Die ist aber nicht allein mein Verdienst, sondern immer auch Teamarbeit. Ich bin ein Teamplayer. Leider hat unser Bürgermeister eine kontraproduktive Einstellung zu den Räten, vor allem zu unserer neuen Fraktion, die oft nicht mit seiner CDU-Meinung konform gehen. Wir bekommen Informationen nicht zeitnah oder so, wie wir sie für unsere Arbeit bräuchten. Das muss unbedingt besser werden und ich werde dieses Miteinander im Gemeinderat anders pflegen. Auch hier bin ich lernfähig und deshalb schon lange ständiger Gast bei Kreistags und Stadtratssitzungen in Greiz.

RK: Wie schätzen Sie die Öffentlichkeitsarbeit des jetzigen Bürgermeisters ein?

OE: Wie soll ich etwas einschätzen, was nur rudimentär vorhanden ist? Ich stehe für Transparenz, Bürgernähe, viel persönlichen Kontakt und vor allem Verlässlichkeit. Eine öffentliche Übertragung der Gemeinderatssitzungen wäre meine erste Aufgabe. Und auf der Tagesordnung der Sitzungen würde ganz vorn eine Bürgerfragestunde stehen, die den Namen auch verdient. Die interessierten Bürger sollen auch nutzbringende Informationen aus der Bürgerfragestunde mitnehmen. Aber auch hier kann man einiges mehr online machen.

RK: Da sind wir ja schon mitten im Wahlkampf. Was würden Sie in der Verwaltung verbessern wollen?

OE: Zunächst muss ich feststellen, dass wir eine gut funktionierende Verwaltung haben. Die Gemeindeverwaltung ist in erster Linie für die Bürger*innen da und nicht umgekehrt. Sie darf nicht abgeschottet werden, auch nicht wegen Corona. Sicherlich müssen wir höchste Aufmerksamkeit auf den Gesundheitsschutz aller legen. Trotzdem verstehe ich die Bürgerinnen und Bürger als unsere Arbeitgeber.

RK: Es ist ja geplant, dass die Gemeindeverwaltung ans Daßlitzer Kreuz umzieht. Dieser soll barrierefrei sein. Wie denken Sie darüber?

OE: Barrierefreiheit ist ein guter und notwendiger Ansatz. Für mich als Bürger des Ortsteils Daßlitz ist natürlich positiv, dass ich dann als Bürgermeister einen kurzen Weg zur Arbeit und in die Verwaltung hätte. Die schlechte oder nicht vorhandene Anbindung an den ÖPNV aus einigen Teilen der Gemeinde macht mir Sorgen, wenn die Bürger zur Verwaltung müssen und es kein entsprechendes Angebot gibt. Das wäre nach dem Umzug eine vordringliche Aufgabe, wobei man auch erst einmal zeitlich begrenzt Fahrzeiten erproben kann.

(wird fortgesetzt)