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Hubertus Blase zum 80. Geburtstag

Ehrenamtsgala in der Vogtlandhalle Greiz
Im Jahr 2016 wurde Hubertus Blase von Landrätin Martina Schweinsburg für sein ehrenamtliches Engagement geehrt.

Heute begeht der Greizer Künstler Hubertus Blase seinen 80. Geburtstag

GREIZ. Heute begeht der Greizer Künstler Hubertus Blase seinen 80. Geburtstag. Geboren wurde er in Leuchten/Oels (Schlesien), lebt seit 1992 in Greiz, war seit dem Jahr 1945 in Reinsdorf ansässig. Von 1958 bis 1963 studierte er an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig und diplomierte bei Prof. Bernhard Heisig in Malerei und Graphik.
Hubertus Blase war von 1967 bis 1992 in der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz als Papierrestaurator, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, stellvertretender und zeitweilig amtierender Direktor tätig.
Wer ihn kennt, weiß um sein großes Können, aber auch die Bescheidenheit, wenn es um seine Person geht. Als Grafiker bevorzugt er die Technik der Radierung und deren Möglichkeit zur Darstellung filigraner Strukturen – daneben auch die Pastellmalerei.
Sein besonderes Interesse gilt dem mimischen Ausdruck in der Wiedergabe von Menschen. Dabei arbeitet er zum einen realistisch, etwa in der Landschafts-und Figurenmalerei, aber auch surreal-abstrakt als Ausdruck von Emotionen.
„Mit der Natur fühle ich mich ständig verbunden. Ihr Wirken nehme ich im Großen wie im noch so kleinen Detail wahr. In ihrem Wirken lässt sich Neues und Schönes entdecken. Alles ergibt Sinn, den ich entsprechend meiner persönlichen Sichtweise interpretiere. In meinen Handzeichnungen komme ich dem in der Natur Empfundenen nahe“, so der Künstler.
Seine schöpferische Arbeit ist vom Erfassen und Darstellen der Natur geprägt. Kernstücke sind dabei reale und abstrahierte Landschaften sowie das tägliche Umfeld. Die Vielfalt der Naturformen ist für ihn immer wieder Anreiz zum Betrachten und Umsetzen im eigenen Werk.
Neben seiner eigenen künstlerischen Arbeit lag das Bestreben von Hubertus Blase auch darin, sein reiches Fachwissen an andere weiterzugeben. So leitete er bis zum Jahr 2015 die Druckgrafikwerkstatt. Es muss schon etwas Einmaliges sein, dass ein künstlerischer Kurs – auf Neudeutsch würde man heute Workshop sagen – eine Kontinuität von drei Jahrzehnten vorweisen konnte. Die Druckgrafikwerkstatt ist eine jener Veranstaltungen, die zu DDR-Zeiten entstand, die politische Wende überlebte und bis in die Gegenwart nachhaltig wirkte.
Als Leiter des Zirkels „Malen – mein Hobby“ führte er viele Jahren kunstbegeisterte Greizer in die Welt der Malerei ein.
Hubertus Blase kann auf eine Vielzahl von Personalausstellungen im In-und Ausland verweisen. In Greiz stellte er beispielsweise im Theater der Stadt, Kreiskrankenhaus oder Unteren Schloss aus. Mit unterschiedlichsten Techniken offerierte er sein Können und seine künstlerische Sicht auf die vielfältigsten Erscheinungen des Lebens.
Dabei versteht er die Titel der Bilder lediglich als Denkanstöße. “Das Bild muss in sich stimmen”, so der Künstler, der nicht oft verreist, sondern sich seine Landschaft “eben selbst” malt.
Besonders liebt er seine “Freiluftphase”, wie er verschmitzt in Richtung Frühling meint.
Erwähnenswert sind auch die bedeutsamen Werke Blases zur Erfassung und Aufarbeitung des architektonischen Stadtbildes.
Der Weidaer Künstler Horst Sakulowski nannte Hubertus Blase anlässlich der Eröffnung einer Personalausstellung einen „kollegialen, hilfsbereiten und überaus humorvollen“ Zeitgenossen.
Dem kann man sich voll und ganz anschließen.
Dem Jubilar auf diesem Wege die allerherzlichsten Grüße und Wünsche zu seinem Geburtstag und noch viele vor allem gesunde Jahre.

Antje-Gesine Marsch @10.04.2019

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