„Charly“ Sturtzkopf – neue Kabinettausstellung im SommerpalaisCarl Sturtzkopf: Der Jäger, undatiert, kolorierte Kohlezeichnung (© Carl Sturtzkopf)

Die erste neue Ausstellung im Greizer Sommerpalais zeigt Werke des Karikaturisten Carl („Charly“) Sturtzkopf (1896-1973). Im Kabinett ist ab Samstag, den 17. Januar 2026, eine Auswahl seiner Werke zu sehen.
Der gebürtige Berliner wuchs am Bodensee auf und studierte an der Münchener Kunstakademie. Nach dem Zweiten Weltkrieg knüpfte er an seine Tätigkeit als Pressezeichner an. Das in München erscheinende Satire-Magazin „Der Simpl“ nahm ihn unter Vertrag, aber seine oft gegen die Remilitarisierung Deutschlands gerichteten Karikaturen führten 1959 dazu, dass er nach Westberlin zurückkehrte.
Vom „Eulenspiegel“ angeworben, siedelte er bald nach dem Mauerbau nach Ostberlin über und wurde einer der Stammzeichner des Blattes – nicht ohne kritischer Sicht auf die thematischen Vorgaben „von oben“.
Obwohl Sturtzkopf zwei Jahre vor der Greizer Museumsgründung starb, gelang es, eine repräsentative Auswahl seiner Arbeiten für das neue Karikatur-Museum zu sichern, darunter auch Arbeiten, die für westdeutsche Zeitschriften entstanden waren.
Die Kabinettausstellung läuft bis zum 8. März 2026. Parallel sind noch die zweite Staffel der Jubiläumsausstellung „50 Jahre SATIRICUM“ und im Gartensaal die Präsentation plastischer Karikaturen von Georg Brückner zu sehen.
Das Café im Küchenhaus ist im Januar an den Wochenenden geöffnet.