Das Untere Schloss war über Jahrhunderte hinweg Residenz des Fürstenhauses Reuß. Errichtet wurde es im 16. Jahrhundert von Heinrich dem älteren.
Nach dem verheerenden Stadtbrand vom 6. April 1802 erfolgte bis 1809 der Wiederaufbau im klassizistischen Stil. Als Glanzstück zeigt sich der ehemalige Festsaal heute Weißer Saal mit seinen wertvollen Stuckaturen. 1884/1885 wurden als Anbau der Südflügel mit Wintergarten, repräsentativen Räumen wie dem Blauen Salon, und der Turm mit Zwiebelkuppel errichtet.
Eine Besonderheit ist der Umstand, dass auch nach dem Ende der Monarchie in Deutschland im Unteren Schloss noch ein ehemaliges Mitglied der herrschenden Fürstenfamilie lebte: Heinrich XXIV., der infolge eines Unfalles an einer unheilbaren Hirnschädigung litt und somit regierungsunfähig war, hatte hier bis zu seinem Tod im Jahre 1927 Wohnrecht.
Zwei Jahre später eröffnete dann in der Beletage des Schlosses das Heimatmuseum sein Pforten.
Heutige Nutzung
In den historisch wertvollen Innenräumen wird im Heimatmuseum heute die Geschichte des Hauses Reuß älterer Linie in Verbindung mit der Entwicklung der Stadt Greiz erläutert.
Weitere Räumlichkeiten des Unteren Schlosses werden vom Fremdenverkehrsamt Greiz-Information», der Musikschule Bernhard Stavenhagen», einer Werkstatt und einem Café genutzt.

Treffen des Organisationsteams des Ökumenischen Straßenfestes
Unteres Schloss

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Fürstliche Hochzeiten im Unteren Schloss Greiz
Unteres Schloss

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