Angekommen…

»Huckauf« sucht neues Domizil
»Huckauf«, ein Wesen - scheinbar ein Kobold - das sich in den Rücken eine jungen Mannes krallt

Endlich scheint „Huckauf“ ein neues Domizil gefunden zu haben
GREIZ. Das Schicksal von „Huckauf“, der viele Lebensjahre in einer Ecke des Gartensaals im Greizer Sommerpalais verbrachte und dann plötzlich verschwand, scheint besiegelt zu sein. Die Großplastik des Greizer Bildhauers Carl Röder wird fortan im Eingangsbereich des Greizer Rathauses ihr neues Domizil beziehen. Während Mitarbeiter des Bauhofes bereits einen quadratischen Sockel aus Beton gossen, bekam er von einer ansässigen Greizer Malerfirma einen weißen Gipsanstrich verpasst. Auch wurde eine Wand versetzt, damit die Plastik den gebührenden Platz bekommt, der ihr zusteht. „Da wir in absehbarer Zeit ohnehin das Rathaus sanieren, war diese kurzfristige Umbaumaßnahme leicht zu schultern“, ließ das Stadtoberhaupt dazu verlauten. Am Sonntag, den 22. April wird „Huckauf“, dessen Verbleib eine Menge Bürger mit großem Interesse verfolgten, in einer Feierstunde im Rathaus begrüßt. Auch seitens des Greizer Stadtrates ist die Erleichterung groß: „Wir sind froh, dieser bedeutenden Plastik ein neues Zuhause geschaffen zu haben.“

Antje-Gesine Marsch  @01.04.2012

3 Kommentare zu Angekommen…

  1. April, April, der Bürgermeister weiss nicht, was er will *lach*.
    Eigentlich ist es schade, dass sich hier seit Jahren Leute als „Kunstmäzene“ verkaufen, obwohl sie doch nur unsere Steuergelder zum Fenster rausschmeißen. Wenn Antje-Gesine Marsch das Thema nicht in einem eigenen Artikel angestoßen hätte (die OTZ ist nur auf den fahrenden Zug aufgesprungen!), würde noch heute keiner dieser „Kunstmäzene“ an „Huckauf“ und andere Kunstwerke mit Greizer Wurzeln auch nur einen Gedanken verschwenden. Deswegen finde ich es wichtig, dass die GreizerInnen sich wieder selbst mehr einbringen. Statt nur der Politik zu vertrauen, könnte eine „Bürgerstiftung Greiz“ vielen Menschen die Möglichkeit bieten, als Zeit- und/oder Geldspender für ihre Heimat bleibendes zu hinterlassen. Und das ist jetzt kein Aprilscherz!

  2. Schade, dass er nicht in der Vogtlandhalle gelandet ist. Denn wer geht schon freiwillig ins Rathaus, wenn er nicht muss? Und außerhalb der Öffnungszeiten sieht ihn keiner. Was wird mit der anderen Skulptur?

  3. Schöne Geschichte zum heutigen Tag;-) Aber auch traurig, dass die Plastiken in einer Garage lagern. Schönen Sonntag für die Redaktion!

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