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3.Zukunftswerkstatt in der Vogtlandhalle Greiz

3.Zukunftswerkstatt in der Vogtlandhalle Greiz

Zwei Dutzend Interessierte trafen sich zur 3. Zukunftswerkstatt in der Vogtlandhalle Greiz.

Leitbild für die Stadt Greiz in den Mittelpunkt gerückt
GREIZ. Zwei Dutzend Visionäre trafen sich am Samstag im Foyer der Vogtlandhalle Greiz zur 3. Zukunftswerkstatt. Waren in den ersten beiden Workshops Kritik und Kreativität gefragt, ging es diesmal darum, konkrete Maßnahmen – ein Leitbild – für die Zukunftsausrichtung der Stadt Greiz zu finden. Dabei wurde durch die Agentur realitätsverlust. Marketing und Event ein Rahmen vorgegeben, in dem die entwickelten Maßnahmen liegen sollen. In vier Gruppen wurden Primär-und Sekundärthemen vorgegeben, die es zu diskutieren galt. Das Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Greiz ist die Tatsache, dass es die Hauptstadt des kleinsten Fürstentums Deutschlands ist, wie Severin Zähringer erklärt. Im Gegenpol zu „klein“ die Maximalität der größten Ziegelsteinbrücke der Welt, der Göltzschtalbrücke. „Es ging heute vor allem darum, Spannungsfelder zu erkennen“, so Zähringern. Etwa zwischen Natur und Architektur am Beispiel des bezaubernden Tals der Weißen Elster und den prächtigen Greizer Villen. „Die Stadt soll gemeinsam mit den Bürgern arbeiten“, nannte Severin Zähringer als erklärtes Ziel. Dazu gehören neben dem Verstärken des Wir-Gefühls vor allem Toleranz und Akzeptenz im Miteinander. Stefan Schmidt, der an allen drei Zukunftswerkstätten teilnahm, bedauert, dass der dritte Teil am geringsten besucht war. „Es gab viele Ideen zum Thema ‚Wie kann Greiz in der Region bekannter gemacht werden‘, welche touristischen Angebote kann Greiz noch liefern? Die Ideen sind meiner Meinung nach durch Bürgerengagement realisierbar. Etwa die gezielte Vernetzung von Greizer Vereinen mit Vereinen aus anderen Städten/Regionen, um diese zum Besuch nach Greiz anzuregen. Oder auch mit einem historischen Bus den Waldhausexpress wieder zu beleben und am Wochenende zu festen Zeiten eine Stadtrundfahrt anzubieten, möglicherweise durch einen Verein, der sich um den Erhalt des Busses kümmert und ihn für Sonderfahrten auch vermietet. Die andere Gruppe behandelte die Fragen zu den Themen Innen/Außen-Kommunikation und Stadtleben. Auch die Vogtlandhalle sollte ein Thema sein, aber die Teilnehmer fanden um ein Vieles mehr Ideen zu den anderen Themen. Ich bin sehr froh, dass ich an allen drei Werkstätten teilgenommen habe und viele nette Menschen kennen lernen konnte“, resümierte Stefan Schmidt am gestrigen Samstag.
„Aus meiner Sicht haben wir uns im Kreis gedreht und standen am Ende wieder auf Start. Das, was an realistischen und umsetzbaren Ideen zusammen gekommen ist, hätte Verantwortlichen, Gewerbetreibenden und Vereinen schon vor vielen Jahren einfallen können und müssen. Die innovativste Idee aus den Gruppen ist die intensive Vernetzung und Zusammenarbeit aller vorher Genannten, in Verbindung mit einer Art Aufweichung der Ordnungsvorgaben (Ladenöffnungszeiten, Bestuhlungsvorgaben usw. auf Probe“, fasst der Zeulenrodaer Filmemacher Jürgen Wolf zusammen. Seiner Meinung nach waren die teilnehmenden Jugendlichen in den Gruppen am kreativsten und entwickelten die besten Ideen, „Vielleicht sollte man sie einfach machen lassen“, so der Zeulenrodaer.

Antje-Gesine Marsch @29.03.2014

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