1. Auer MSC lieferte weitere erfolgreiche Veranstaltung in Sachen historischen Motorsports ab
Auch der 29. Zschorlauer Dreieck Classic Grand Prix des 1. Auer MSC e. V. im ADAC war ein voller Erfolg. Zwar drückte am Nachmittag des ersten Veranstaltungstages Samstag, dem 1. August, fast durchgehend leichter Nieselregen etwas auf die Stimmung, doch eitel Sonnenschein am Sonntag (2. August) entschädigte für alles und machte aus den Demonstrationsfahrten für historische Renntechnik auf zwei und drei Rädern das nächste tolle Motorsportfest im Erzgebirge. Gleichzeitig machte dieses Lust auf mehr, und zwar aufs nächste Mal 2027, wenn der 30. ClassicGP ansteht.
Der Aufmarsch an Prominenz konnte sich auch bei der „Vor-Jubiläumsausgabe“ durchaus sehen lassen. Während der 80-jährige Niederländer Aalt Toersen und der fünf Jahre jüngere Rolf Blatter aus der Schweiz, ihres Zeichens Motorrad-Vize-Weltmeister der Klasse bis 50 ccm (1969 und 1970 bzw. 1979), regemäßige Ehrengäste des 1. Auer MSC sind, konnte der rührige Verein seinem treuen Publikum mit Adolf Hänni auch wieder einen Zschorlau-Debütanten bieten.
Der ebenfalls aus der Schweiz angereiste 71-Jährige ist dreifacher Weltmeister als Beifahrer im Sidecar-Rennsport mit dem Finnen Pekka Päivärinta (2010, 2011 und 2013) und war von der Begeisterung und vom Sachverstand der Fans absolut fasziniert. So sagte er: „Ich bin das erste Mal in Zschorlau und für mich ist es generell das erste Mal, dass ich zu einer Klassik-Veranstaltung als Ehrengast eingeladen wurde. Wir hatten eine Woche zuvor 20 Kilometer von mir zu Hause eine große Jubiläumsveranstaltung von einem Motorclub. Da war ich nicht eingeladen. Das hat mich schon ein wenig beschäftigt. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich hier eingeladen wurde. Ich komme nicht fürs Geld, sondern weil ich es mag und viele Leute von früher wieder treffen konnte. Die haben immer noch das Interesse, mir hallo zu sagen. Das ist etwas, was meinem Herz gut tut.“
Während Aalt Toersen und Rolf Blatter wieder fleißig ihre Runden drehten, beschränkte sich Adolf Hänni aufs Autogramme schreiben und stand nahezu durchweg für Smalltalks und Fachsimpeleien zur Verfügung.
In 13 nach Baujahren und Hubräumen sortierten Klassen nahmen weit über 200 aktive Teilnehmer inklusive Doppelstarter und Gespannpaarungen am 29. Zschorlauer Classic Grand Prix teil. Am dichtesten drängten sich die erneut zahlreichen Zuschauer bei den Sonderläufen „Parade ehemaliger Meister, GP-Fahrer und -Maschinen“ am Streckenrand. Bei diesen waren neben den bereits genannten Protagonisten die ehemaligen DDR-Meister Stefan Tennstädt, Johannes Kehrer und Rainer Liebe mal wieder auf der Strecke zu sehen. Das Ehrenmitglied des 1. Auer MSC, Heinz Rosner, sowie Jürgen Lenk, Bernd Köhler und Wolfgang Rösch taten es hingegen Adolf Hänni gleich und mischten sich ebenfalls unter die passiven Betrachter des Geschehens.
Am Ende des bunten Treibens und geselligen Beisammenseins bilanzierte der Vorsitzende des 1. Auer MSC, Uwe Stübner: „Ohne übertreiben zu wollen, war das die beste Veranstaltung der letzten Jahre. Einerseits vom nahezu störungsfreien und unfallfreien zeitlichen Ablauf und andererseits vom durchweg positiven Feedback unzähliger Teilnehmer und auch Besucher. Viele sind am Veranstaltungsende zu uns gekommen, haben sich bedankt, uns beglückwünscht und uns versichert, wieder zu kommen. Dank vieler fleißiger Helfer waren wir diesmal schon 19 Uhr mit dem kompletten Abbau der Strecke fertig.“
Dazu ergänzte der Ex-Vorsitzende und Organisationsleiter Rainer Pommer: „Auch bei mir haben sich viele Sportfreunde bedankt. Einige, die das erste Mal bei unserem Dreieckrennen waren, haben mir mitgeteilt, dass unser Classic-GP zu den Top-Veranstaltungen in der Szene gehört.“
Und weiter: „Auch von meiner Seite muss ich sagen, dass die Vorbereitung mit unseren Clubmitgliedern und Partnern absolut top war und ein Zahnrad hat ins andere gegriffen hat. Das kann man gar nicht genug würdigen. Trotz aller stressigen Phasen, hat es wieder viel Spaß gemacht.“
Hinsichtlich des nächsten Jubiläums 2027, dem dann 30. Zschorlauer Dreieck Classic Grand Prix, ließ Uwe Stübner durchblicken: „Jetzt heißt es erst einmal Auswertung der diesjährigen Veranstaltung und analysieren, was wir noch besser machen können. Es gibt immer etwas zu verbessern, aber insgesamt, glaube ich, haben wir keine größeren Baustellen, werden aber an kleinen Stellschrauben weiter drehen. Als Termin haben wir 2027 wieder das erste August-Wochenende im Auge. Das wird noch einmal ein Highlight für unseren Verein. Nach dem Erfolg in diesem Jahr, gehen wir das auch gern an.“
Weitere Infos unter www.auermsc.de.






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