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Verleihung des Thüringer Demokratiepreises – Siebenhitze e.V. erhält Anerkennungspreis

Verleihung des Thüringer Demokratiepreises – Siebenhitze e.V. erhält Anerkennungspreis

Verleihung der Anerkennungspreise durch Minister Holter

Am 08. Mai 2023 wurde der 9. Thüringer Demokratiepreis von Helmut Holter, Minister für Bildung, Jugend und Sport im Freistaat Thüringen, in Erfurt verliehen. Insgesamt wurden sieben Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise um die Demokratie verdient gemacht haben. Der Greizer Verein Siebenhitze e.V. erhielt einen der begehrten Anerkennungspreise für sein stetiges Eintreten für demokratische Werte und Menschenrechte sowie die Gestaltung von Begegnungsmöglichkeiten und Schutzräumen.

Der Siebenhitze e.V. ist eine stadtbekannte Bildungs- und Begegnungsstätte mit dem Ziel, einen Ort der Begegnung, der Toleranz, des Miteinanders, der Emanzipation, der Kultur und der Bildung zu schaffen. Der Verein wird basisdemokratisch selbst organisiert und bietet Freiräume für Sub- und Jugendkultur sowie marginalisierten oder diskriminierten Gruppen Rückzugsräume. Jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wird abgelehnt. Es finden Informationsveranstaltungen und Diskussionsrunden, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Filme, Konzerte, Workshops und Netzwerktreffen statt. Zusätzlich tritt der Verein als Initiator von Info- bzw. Gedenkveranstaltungen auf und bietet zweimal monatlich einen kleinen Spendenladen sowie einmal pro Monat Küche für alle an.

Insgesamt wurden 49 Initiativen und Einzelpersonen für den Thüringer Demokratiepreis 2022 nominiert, die sich in besonderer Weise für die Demokratie und die Förderung demokratischer Werte und Menschenrechte engagieren. Auch der Förderverein der Regelschule „Hans-Settegast“ Bad Köstritz war Anwärter für einen Preis. Beide Vereine sind beständige Kooperationspartner der Partnerschaft für Demokratie in Stadt und Landkreis Greiz und setzen bildungspolitische und demokratiestärkende Projekte um.

Den Hauptpreis erhielt die Projektgruppe „1000 Buchen“ des Lebenshilfewerk Weimar/Apolda e.V. für die gemeinsam von Menschen mit und ohne Behinderung gestaltete Erinnerungskultur und das damit verbundene Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur. Der zweite Hauptpreis ging an das Netzwerk „AIS“ für die Stärkung der demokratischen Kultur im ländlichen Raum und ein vielfältiges Engagement für eine tolerante und offene Gesellschaft im Saale-Holzland-Kreis. Den dritten Hauptpreis überreichte Minister Holter an das Projekt „Bubble Crasher“ der Evangelischen Akademie Thüringen und Sachsen-Anhalt für die Ermutigung junger Menschen, sich gegen gesellschaftliche Spaltung sowie für persönliche Begegnungen und Austausch zu engagieren.

Der Siebenhitze e.V. konnte mit seinem herausragenden Engagement für Demokratie und Toleranz überzeugen. Die Vereinsmitglieder setzen sich in vorbildlicher Weise für die Förderung von Völkerverständigung, Internationalismus, Gleichberechtigung und Emanzipation aller Menschen ein und unterstützen politisch, rassistisch oder religiös Verfolgte sowie Geflüchtete. Der Siebenhitze e.V. setzt sich besonders für die Bekämpfung von Faschismus ein und veranstaltet regelmäßig Aktionen und Informationsveranstaltungen zu diesem Thema. In seiner Laudatio würdigte Minister Holter das Engagement des Vereins mit den Worten: „Faschismus war, ist und bleibt ein Verbrechen“.

Die Partnerschaft für Demokratie in Stadt und Landkreis Greiz fördert Projekte im Rahmen von Demokratie leben! des BAFzA und DenkBunt des TMBJS, die die Demokratie stärken, Vielfalt gestalten und Extremismus verbeugen. Sie erreichen uns unter demokratie@greiz.de sowie 03661 703-203.

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