Um den Lohn der Arbeit gebrachtNa dann bis Misano

Beim vorletzten Saisonlauf zum Moto4 European Cup 2026 verbaute ein etwas übermotivierter Kontrahent Robin Siegerts Weg ins Hauptrennen

Nur eine Woche nach dem Finale des Moto4 Northern Cup, den Robin Siegert vorzeitig und als neuer Rekordsieger souverän gewonnen hatte, ging es für das 15-jährige Talent vom Team Kiefer Racing noch einmal zum Moto4 European Cup, der im Rahmen der Moto Junior World Championship in Südeuropa ausgetragen wird. Diesmal stand mit Aragon in Spanien wieder ein Grand-Prix-Schauplatz auf dem Programm. Die neuerliche Qualifikation fürs Hauptrennen vor Augen, wurde er von einem Kontrahenten abgeräumt. Seine bis dahin gute Leistung blieb also unbelohnt.

Beim sechsten Saisonlauf des Moto4 European Cup 2026 im spanischen Aragon war Robin Siegert gut in Schwung. Dennoch fehlten dem 15-Jährigen aus dem erzgebirgischen Pockau-Lengefeld im entscheidenden Pre-Qualifying mit Platz fünf nur eineinhalb Zehntelsekunden zum direkten Einzug ins Hauptrennen.

Das wieder notwendig gewordene Last-Chance-Race konnte er als erster Nicht-Direkt-Qualifikant von der Pole Position aus in Angriff nehmen. Erneut hatte sich eine breite Spitzengruppe gebildet, welche diesmal neun Fahrer umfasste. In dieser konnte sich Robin Siegert für den Schlussspurt gut positionieren. In der vorletzten Runde lag er an dritter Stelle, doch ein etwas übermotivierter Kontrahent löste einen Dreier-Sturz aus, in den der kleine Sachse mit verwickelt war. Damit war es Essig mit seiner zweiten Qualifikation fürs Hauptrennen nach Magny Cours in Frankreich. Damals hatte er bei einem Highspeed-Sturz im Zeittraining um die endgültigen Startplätze zum Glück nur eine Fleischwunde am rechten Arm davon getragen, doch auf eine erzwungene Rennteilnahme verzichtete man nach einer Team-Entscheidung. Quasi als Duplizität der Ereignisse zog er sich auch diesmal eine Fleischwunde zu, allerdings am anderen Arm.

Die neuerliche Enttäuschung kleidete er später in folgende Worte: „Ich war in einer guten Position, das hätte was werden können. Aber leider bin ich mit einem weiteren Fahrer komplett abgeräumt worden. Klar, war ich anfangs ganz schön angefressen, aber mit etwas Abstand blicke ich auf ein weiteres positives Wochenende zurück.“

Damit bezog er sich vor allem auf weitere Lernerfolge in seinem Debüt-Jahr in der hart umkämpften Nachwuchsserie. „Am Freitag hatte das Timing noch nicht so richtig gestimmt. Von daher war das erst mal wieder ein etwas schwieriger Anfang, aber im Q1 hat mir echt nicht viel gefehlt, um direkt weiter zu kommen. Das war ein bisschen ärgerlich, aber mit der Pole Position im Last-Chance-Race hatte ich ja noch alle Möglichkeiten. Aber wie gesagt, wurde ich in diesem leider abgeräumt. Zum Glück ist mir nichts weiter passiert. Der andere Fahrer, der mit abgeräumt wurde, hat sich das Wadenbein gebrochen. Das war schon ein Sturz bei hoher Geschwindigkeit.“
Und weiter: „Gleich nach dem Crash war ich schon sauer, weil das einfach komplett drüber war. Er hat sich später aber bei mir entschuldigt und per Instagram gefragt, ob ich verletzt bin und wie es mir geht. Er hat auch beteuert, dass es keine Absicht war. Von daher war es für mich erledigt. Das kann jedem passieren und ist halt Teil des Rennsports.

Eine Chance hat Robin Siegert noch, und zwar beim Finale des Moto4 European Cup 2026 vom 16. bis 18. Oktober im italienischen Misano. Dazu meint er: „Ich denke, dass ich dort gute Chancen habe, weil es keine Strecke in Spanien ist, wo die vielen Spanier von Haus aus im Vorteil sind. Andererseits ist es auch eine Strecke, die ich noch nicht kenne. Dennoch bin ich sehr motiviert für das letzte Rennwochenende der langen Saison.

Weitere Infos unter: www.robin-siegert.com.