Tierische Größe und menschliche Schwäche im Greizer »Bücherwurm«

Tierische Größe und menschliche Schwäche im Greizer »Bücherwurm«
Die Greizer Tierheimchefin Sabine Wonitzki stellte im Greizer "Bücherwurm" ihren zweiten Band vor. Hier bei ihren Begrüßungsworten.

GREIZ. Den Beweis, dass es manchmal schwieriger ist, auf Männerfang zu gehen, als einen Vierbeiner zu bändigen, lieferte am Donnerstagabend Tierheimchefin Sabine Wonitzki (63), die in der Buchhandlung Bücherwurm ihren zweiten Band Mission Hund, Katze, Mann vorstellte. Dabei reichten die achtzig gestellten Stühle nicht aus; manche Gäste hatten sogar auf der Treppe Platz genommen. Wer Sabine Wonitzki und ihren charakteristischen Humor kennt und mag, kam an diesem Abend voll auf seine Kosten und konnte die Geschichten vom Mardermädchen Momo, einer liebestollen Elster und einer Welpenrettung kurz vor einem im Internet verabredeten Date hören, natürlich aus der Sicht von Heidi Schneider, im Buch die Tierheimleiterin. Zupackend, fesch und charmant, manchmal auch katzig – ähnlichkeiten mit ihrer Person seien nicht ganz ausgeschlossen, wie die Tierheimchefin augenzwinkernd verriet. Sabine Wonitzki wurde in Elsterberg geboren und studierte an der Karl-Marx-Universität Leipzig Ökonomie und Technologie der Tierproduktion mit Abschluss als Diplom-Agrar-Ingenieur. Nach Tätigkeiten als Schlachtkörpervermarktungsprüferin, wissenschaftlicher Mitarbeiterin im VEB Molkerei Leipzig und als Leiterin der Milchviehanlage in der LPG Hohndorf gründete sie 1990 mit Gleichgesinnten den Tierschutzverein Greiz. Hier verwirklichte sie auch ihr Tierheimprojekt. Seit 1993 ist Sabine Wonitzki Leiterin dieser Einrichtung im Greiz-Sachswitz.            
Zu Beginn der Veranstaltung sprach Buchhandlungs-Chefin Barbara Jugel einige einleitende Worte. Sie und Sabine Wonitzki kennen sich seit dem 6. Lebensjahr, waren Klassenkameradinnen und sind seither befreundet. Beim Geschriebenen handle es sich um Geschichten, die man einfach loswerden muss, wie sie befand. Auch Frieder Spitzner von der Literaturgesellschaft Julius Mosen fand anerkennende Worte. Nachdem er das erste Buch In tierischer Mission kaufte und mit Freude gelesen habe, sei der Band in die Sammlung der Gesellschaft aufgenommen worden.

Antje-Gesine Marsch @26.09.2013