Die Kommunale Wärmeplanung (KWP) der Stadt Greiz ist fast abgeschlossen. Damit setzt die Stadt die bundesweite Vorgabe aus dem seit 2024 geltenden Wärmeplanungsgesetz um. Ziel ist es, die zukünftige Wärmeversorgung in Greiz langfristig klimafreundlich, wirtschaftlich und verlässlich auszurichten. Die konkreten Ergebnisse der Planung und das entwickelte favorisierte Zielszenario stellte die Stadt der Öffentlichkeit am 4. März 2026 im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung in der Vogtlandhalle Greiz vor.
Während der Planung wurden auf Grundlage einer umfassenden Bestands- und Potenzialanalyse zunächst drei Szenarien für die zukünftige Wärmeversorgung entwickelt. Nach fachlicher Bewertung wurde nun ein Zielszenario definiert, das auf einen ausgewogenen Mix setzt: Wärmenetze in geeigneten, dichter bebauten Gebieten und dezentrale Lösungen, wie Wärmepumpen oder hybride Systeme, in weniger dicht besiedelten Bereichen.
„Uns ist wichtig zu betonen, dass die Kommunale Wärmeplanung erstmal nur eine strategische Untersuchung ist und keine unmittelbaren Verpflichtungen für Eigentümerinnen und Eigentümer mit sich bringt. Bestehende Heizungen können weiterhin betrieben werden. Der Wärmeplan dient als Orientierungs- und Entscheidungsgrundlage für die kommenden Jahre.“, sagt Bürgermeister Alexander Schulze.
Die fachliche Erarbeitung der Kommunalen Wärmeplanung erfolgt durch den Dienstleisterverbund KWP?, bestehend aus der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, der VIONTA GmbH, Intelligent Energy System Services sowie der NeulandQuartier GmbH. Der Verbund unterstützt die Stadt Greiz im gesamten Prozess und führt die Wärmeplanung in enger Abstimmung mit Verwaltung und lokalen Akteuren durch.
„Die Kommunale Wärmeplanung schafft Transparenz über die Ausgangslage in Greiz und zeigt realistische Entwicklungspfade auf. Sie ist bewusst technologieoffen angelegt und soll eine fundierte Grundlage für künftige Entscheidungen bieten – ohne heute bereits konkrete Maßnahmen vorwegzunehmen“, erklärt Elisabeth Grube, Projektleiterin der KWP Greiz.
Neben dem KWP?-Verbund waren bei der Veranstaltung am 4. März auch die Verbraucherzentrale, die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) sowie die Energieversorgung Greiz GmbH vertreten. Sie informierten unter anderem über Fördermöglichkeiten, gesetzliche Rahmenbedingungen und individuelle Beratungsangebote.
Die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung liegen ab dem 09.03. bis zum 10.04. im Bauamt der Stadt Greiz (von-Westernhagen-Platz 5) aus und stehen zusätzlich auf der Webseite der Stadt zur Verfügung und können von interessierten Bürgerinnen und Bürgern eingesehen werden. Die Stadt Greiz lädt dazu ein, sich über die Inhalte zu informieren und den weiteren Prozess aktiv zu begleiten.
Alles aktuelle Informationen zur KWP Greiz finden Sie auf der Webseite der Stadt unter: https://www.greiz.de/wirtschaft/dokumentationen.
