Sprungbrett nach Tokio

Kathrin Hammes
Kathrin Hammes Bildquelle Arne Mill TRF

Für die LOTTO Thüringen Ladies Tour im Olympiajahr 2021 haben sich breits über 20 Teams beworben

Erfurt, 28. Dezember 2020
Von Axel Lukacsek/ TA

Mitten im Corona-Lockdown macht Vera Hohlfeld eine klare Ansage. „Im kommenden Jahr wird unsere Rundfahrt wieder rollen. Das wird möglich, weil uns ein Großteil der Sponsoren bereits jetzt trotz der schwierigen Lage die Unterstützung für 2021 zugesagt hat“, erklärte die Organisationschefin der LOTTO Thüringen Ladies Tour, die nun vom 25. bis 30. Mai ihre 33. Auflage erleben wird.
Geplant ist, die knapp 750 Kilometer lange Tour durch eben jene Städte zu lenken, die bereits für dieses Jahr vorgesehen waren. Nur an der Reihenfolge der Etappenorte wird es geringfügige Veränderungen geben. So endet die sechstägige Veranstaltung diesmal in Gotha, der Startschuss fällt in Schmölln.
Zudem sind auch Gera (26. Mai), Schleiz (27. Mai), Dörtendorf mit dem teilweise 16 Prozent steilen Schlussanstieg (28. Mai) sowie Weimar am 29. Mai mit einer Schleife über Bad Berka und den Ettersberg mit dabei. Die finale Streckenführung soll in den kommenden Wochen bestätigt werden. „Da wir in der Planung für die abgesagten Rennen im vergangenen Mai bereits sehr weit waren, sind wir schon jetzt sehr gut vorbereitet“, sagte Hohlfeld.
Zehn Wochen vor den ebenfalls verschobenen Sommerspielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) erlebt die LOTTO Thüringen Ladies Tour dank ihrer seit Jahren perfekten Organisation erneut eine große Aufmerksamkeit. „Wir merken, dass es ein Olympiajahr ist. Uns liegen schon jetzt viele Anfragen von Mannschaften vor“, sagte Hohlfeld. In Schmölln werden am 25. Mai letztlich 20 Teams mit je sechs Fahrerinnen auf die Strecke geschickt.
So liegt unter anderem bereits eine Meldung der spanischen Mannschaft Movistar vor, auch die neugegründete Frauen-Equipe des bereits seit langem im Radsport etablierten niederländischen Teams Jumbo-Visma um Tony Martin will antreten. Die Rundfahrtchefin geht aber auch davon aus, dass das deutsche Team Canyon Sram wieder dabei sein wird. Das Thüringer Team maxx-solar-LINDIG ist ohnehin gesetzt.
Die bedeutendste deutsche Etappenfahrt für Frauen erlebt zugleich eine verspätete Premiere. Bereits für 2020 geplant, wird die Tour erstmals in der neu geschaffenen ProSerie des Weltverbandes UCI verankert, die unterhalb der World Tour mit den weltbesten Mannschaften angesiedelt ist und zu der in der neuen Radsportsaison unter anderem auch der Giro d’ Italia gehört.
In diesem Jahr war die Rundfahrt von 26. bis 31. Mai geplant, wurde aber wie alle Rennen weltweit im Frühjahr abgesagt. Vera Hohlfeld ist jedoch optimistisch, dass sich bis Ende Mai 2021 der Corona-Nebel soweit gelichtet hat, dass das Profirennen rollen kann. „Wir stehen jedenfalls schon jetzt dafür bereit“, sagte die Rundfahrtchefin auch im Namen der 100 ehrenamtlichen Helfer.

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