Agentur für Arbeit

Woche der Menschen mit Behinderungen

Die Bundesagentur für Arbeit ruft jedes Jahr Anfang Dezember die Woche der Menschen mit Behinderungen aus. Sie möchte darauf hinweisen, dass diese Menschen in viel stärkerem Maße den Risiken des Arbeitsmarktes ausgesetzt sind als andere. Und sie möchte dafür werben, behinderten Menschen die gleichen Chancen an gesellschaftlicher Teilhabe einzuräumen wie den nichtbehinderten.

Aktuell leben rund 7,9 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Bezogen auf die gesamte Bevölkerung ist damit rund jeder elfte Einwohner Deutschlands schwerbehindert (9,5 Prozent).

Hier einige Fakten:

Häufigste Ursache einer Schwerbehinderung ist eine im Lebensverlauf erworbene Krankheit. Schwerbehinderte Menschen sind daher meist älter; in Folge des demografischen Wandels wird ihre Zahl steigen.
Die Erwerbsbeteiligung schwerbehinderter Menschen ist deutlich niedriger als bei der nicht-schwerbehinderten Bevölkerung.
Die Zahl der beschäftigten schwerbehinderten Menschen steigt seit Jahren kontinuierlich. Der Wachstumstrend wurde allerdings in dem von der Corona-Pandemie stark betroffenen Jahr 2020 vorerst gestoppt.
Schwerbehinderte Menschen arbeiten in allen Branchen. Häufig sind sie im Verarbeitendem Gewerbe oder im Öffentlichen Dienst tätig.
Arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung sind gut qualifiziert: Anteilig finden sich bei schwerbehinderten Arbeitslosen etwas mehr Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung als bei nicht-schwerbehinderten Arbeitslosen.
Schwerbehinderten Arbeitslosen gelingt es trotzdem seltener als nicht-schwerbehinderten, eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aufzunehmen.
Die Dynamik der Arbeitslosigkeit ist bei schwerbehinderten Arbeitslosen deutlich geringer als bei nicht-schwerbehinderten. Die Dauer der Arbeitslosigkeit und der Anteil der Langzeitarbeitslosen sind daher deutlich höher.

Die Arbeitsagenturen vor Ort können Betriebe unterstützen, wenn sie einen Arbeitnehmer mit Schwerbehinderung einstellen oder ausbilden wollen, z.B. durch Lohnkostenzuschüsse, durch die Übernahme der Kosten während einer Probebeschäftigung oder durch einen Zuschuss zur Aus- und Weiterbildung. Und nicht zuletzt bei der behindertengerechten Ausstattung eines Arbeitsplatzes kann die Arbeitsagentur unterstützen.