Männerchor Raasdorf erfreute Patienten des Krankenhauses mit Frühlingsweisen

Sänger präsentieren sich in neuer Chorkleidung
GREIZ. Mit einem Reigen bunter Melodien erfreuten am Mittwochabend die Sänger des Raasdorfer Männerchores unter Leitung von KMD Wolfram Otto nicht nur die Patienten des Kreiskrankenhauses Greiz, die über das Klinikfernsehen zugeschalten waren, sondern auch eine Reihe von Gästen, die in der Empfangshalle Platz genommen hatten. Auf dem Programm standen neben Frühlings-und Heimatliedern auch Titel über die Liebe und den Wein, wie Udo Brandt ankündigte. Beides trage durchaus zur Gesundung bei, wie der Sänger augenzwinkernd meinte. Schließlich solle der Gesang die Patienten stärken und Freude an das Krankenbett bringen. Der Tradition, innerhalb des Jahres mehrere Male in der Klinik aufzutreten, fühlen sich die Sänger seit Jahren verpflichtet.
Was an diesem Abend besonders ins Auge stach war das neue Outfit der Männer, die mit strahlend roten Sakkos und schwarzen Hosen auch optisch eine Augenweide darstellten.
Im Oktober vergangenen Jahres hatte der Männerchor aus den Händen von Landrätin Martina Schweinsburg beim Sängertreffen des Neuen Reußischen Sängerkreises in Reudnitz eine finanzielle Zuwendung aus Lottomitteln in Höhe von 1000 Euro erhalten, die man zum Kauf neuer Chorkleidung nehmen wollte. Dieses Jahr steht das 140-jährige Jubiläum des Vereins ins Haus und das wolle man natürlich gut gekleidet begehen, wie die Sänger betonten. Nach siebzehn Jahren des Tragens sei ihre derzeitige Garderobe schon etwas verschlissen. Auch die Kreiskrankenhaus Greiz GmbH hatte mit einer finanziellen Unterstützung den Kauf der Chorkleidung möglich gemacht, wofür sich Udo Brandt, Anästhesie-Oberarzt an der Klinik, herzlich bedankte.
Auch musikalisch präsentierten sich die Sänger in gewohnter Manier: stimmgewaltig, aber in der Intonation nuanciert und gut artikuliert brachten sie unter anderem das Lied Vogtland, mein Vogtland (Solo Ralf Naundorf), Frisch auf, es grüßt der Sonnenschein und Das Lieben bringt groß Freud zu Gehör. Meisterhaft arrangiert erklang zum Schluss das russische Lied Kalinka, das an diesem Abend eine ganz besondere Bedeutung erhielt. Unter den Gästen war auch Tamara, die zurzeit bei den Familien Lüttche und Malz in Raasdorf einen zweiwöchigen Urlaub verbringt. Tamara wohnt im weißrussischen Brest und ist von der Tschernobylkatastrophe im Jahr 1986 selbst betroffen. Tamara war bis zu ihrer schweren Erkrankung dreißig Jahre lang als Musiklehrerin und Gesangspädagogin in Brest tätig und freute sich natürlich besonders, Klänge aus der Heimat zu vernehmen. Der Chor hat das Lied sehr gut gesungen, wie sie den Choristen bescheinigte.

Antje-Gesine Marsch @29.05.2013