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Greizer bejubeln Rad-Amazonen bei der 28.Thüringenrundfahrt der Frauen

28. Internationalen Thüringenrundfahrt der Frauen - Greiz

Die Tagessieger der 8. Etappe "Rund um Greiz" Karol Ann Canuel (M.), Emma Johannson (l.) und Amanda Spratt.

Schwedin Emma Johannson gibt auf der letzten Etappe alles und siegt zum dritten Mal bei der Thüringenrundfahrt der Frauen

GREIZ. Die Schwedin Emma Johannson bewies auf der letzten Etappe der 28. Thüringenrundfahrt der Frauen „Rund um Greiz“ nicht nur herausragenden Kampfgeist, sondern auch eine große Portion Humor – nämlich, als zur Siegerehrung am Nachmittag anstatt der schwedischen die finnische Nationalhymne eingespielt wurde. Die Außenstehenden erkannten zunächst nur an der Reaktion der Rad-Amazone, dass etwas nicht stimmte. Emma lachte von Herzen und es bereitete ihr sichtlich Vergnügen, den schwedischen Text auf die finnische Melodie zu singen.
Hinter der 31-Jährigen lag an diesem Tag eine ganz besondere Leistung: sie knöpfte der Führenden Lisa Brennauer das gelbe Trikot ab und errang nach den Jahren 2011 und 2013 den Gesamtsieg. In der Zeit vom 17. bis zum 23. Juli gab sich die Elite des internationalen Frauen-Straßenradsports bei der Thüringenrundfahrt die Ehre. Acht Etappen mit einer Gesamtstrecke von 700 Kilometern galt es in diesem Jahr zu bewältigen.
Am Donnerstag schauten die Anhänger dieses bedeutenden Straßenradsportrennens auf die Schloss-und Residenzstadt Greiz, die Start-und Zielort zugleich war. Dass sich auf der anspruchsvollen 100-Kilometerstrecke rund um die Stadt mit ihren Höhenzügen und einem Abstecher in die Nachbarstadt Zeulenroda die Rundfahrt entscheiden würde, hatte
Gesamtleiterin Vera Hohlfeld bereits zur Promotionstour im Juni geäußert.
Hohlfeld, die in ihrer aktiven Laufbahn selbst drei Etappen der Thüringenrundfahrt gewann, bezeichnete die Streckenprofil rund um Greiz als „sehr anspruchsvoll“.
So wurde es zum Schluss noch einmal richtig spannend.
Spannung herrschte auch am Ergometer vor dem Eingang der Vogtlandhalle Greiz. Galt es doch beim Wettkampf um die sportlichste Rennstadt der Tour in zwei Stunden so viele Kilometer wie möglich zu „erradeln“. Die Sportler des RC Schlossbike Greiz e.V. und des 1.RSV 1886 e.V. traten am schnellsten in die Pedale und holten sich mit einer Leistung von 268 Kilometern den Sieg, vor Schmölln und Zeulenroda. Positiver Nebeneffekt: Für jeden Kilometer gibt es einen Euro, der für einen sozialen Zweck verwendet wird. „Wir wollen doch etwas Positives für die Stadt Greiz tun“, begründete Michael Kniebel seinen vollen Körpereinsatz. Auch das bunte Rahmenprogramm „Wir warten auf die Sieger“, das gemeinsam vom Kinder-und Jugendverein „Römer“ e.V. , dem Kreissportbund Greiz und die Firma Rad Bauer organisiert wurde, nahmen die Gäste bestens an. Vor allem die Jüngsten konnten sich die Zeit bis zum Zieleinlauf der Radamazonen bei Spiel und Spaß gut vertreiben.
Mit dem Verlauf des Tages zeigte sich Stephan Marek, Wirtschaftsförderer und Tourismuskoordinator der Stadt Greiz, sehr zufrieden. „Der Abschluss der Rundfahrt hier in Greiz war von allen Seiten positiv begleitet. Das Wetter hat sehr gut mitgespielt, nicht zu heiß, nicht nass von oben, die Zuschauer haben trotz der ungewöhnlichen Zeit in überraschender Menge die Straßen gesäumt und die Fahrerinnen gebührend empfangen. Zu guter Letzt haben die Teams noch den Titel als aktivste Rundfahrstadt nach Greiz geholt – mit einer unglaublichen Leistung. Nach zwei Jahren Pause in Greiz können wir mit der Rückkehr der Rundfahrt in unsere Stadt also mehr als zufrieden sein.“ Einen ganz besonderen Dank sprach Stephan Marek den Organisatoren sowie den SportfreundInnen aus, die auf Bitten von Radsport-Urgestein Dr. Gerulf Lenz die Einsatzkräfte der Polizei und der Rundfahrt unterstützten und als Streckenposten und Ordner im gesamten Stadtgebiet für einen reibungslosen Ablauf sorgten. „Und das ehrenamtlich – heutzutage nicht immer eine Selbstverständlichkeit“, lobte Stephan Marek die Aktivitäten.

Antje-Gesine Marsch @25.07.2015

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