Gottesdienst in Greizer Stadtkirche würdigt Arbeit der Hospizbegleiter

Gottesdienst in Greizer Stadtkirche würdigt Arbeit der Hospizbegleiter
Für jeden in den Jahren 2014 und 2015 Verstorbenen wurde eine Kerze entzündet.

Jeder Name eines im Jahr 2014 und 2015 Verstorbenen wird verlesen und eine Kerze für ihn entzündet
GREIZ. Es ist eine schöne Tradition, dass die Ehrenamtlichen des Hospiz- und Palliativdienstes des Diakonievereins Carolinenfeld e. V. jährlich am Montag vor Ostern einen gemeinsamen Nachmittag verbringen. Diesmal machten sich die Hospizbegleiter auf einen großen Spaziergang durch den Fürstliche Greizer Park, um anschließend im Küchenhaus bei Kaffee und Kuchen zu verweilen. Am späten Nachmittag wurde in die Stadtkirche „St. Marien“ zu einem Gottesdienst eingeladen, der den Abschluss des gemeinsamen Miteinanders bildete. „Dies soll eine Möglichkeit des Inne-Haltens, der Rückschau und Erinnerung sein, um all den Menschen zu gedenken, die wir in unserem Herzen tragen“, so Frau Reinhold. „Wir wollen ihnen tief in unserem Herzen ein Denkmal schaffen.“
28 Sterbebegleitungen wurden im letzten Jahr durch Ehrenamtliche durchgeführt, wie die Mitarbeiterinnen des Diakonievereins, Jeannette Reinhold und Peggy Schwarzenberger informierten. Schwerkranken, alten und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen mit ihren Wünschen und Bedürfnissen, aber auch Sorgen, Fragen und Ängsten zu begegnen, ist dabei erklärter Anspruch der ehrenamtlichen Arbeit. Zum Gedenken wurde jeder Name eines Verstorbenen verlesen und im Altarraum feierlich eine Kerze entzündet.
Lobende Worte für die aufopferungsvolle Arbeit der Hospizbegleiter fand auch Pfarrerin Renate Galuba: „Sie sind es, die in dieser Schlichtheit großen Reichtum verschenken.“ In der Predigt ging die Geistliche auf die Thematik „Zwischen Krippe und Kreuz“ ein und las aus dem 1. Korintherbrief.
Vierzig Ehrenamtliche sind derzeit im Hospiz-und Palliativdienst tätig; gegenwärtig läuft ein neuer Vorbereitungskurs. Ziel des Kurses ist die Befähigung zur Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie deren Nahestehenden. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die das Engagement für ein Ehrenamt, Zeit sowie Menschlichkeit voraussetzt, jedoch auch eine entsprechende Vorbereitung.

Die musikalische Umrahmung des Gedenkgottesdienstes lag in den Händen von Steffen Lorenz (Orgel).

Info:
Seit Dezember 2012 gibt es in Greiz ein Trauercafé, das jeden dritten Mittwoch im Monat von 16 bis 17.30 Uhr in den Räumen des Café O.K. auf dem Kirchplatz seine Pforten öffnet.
Die Mitarbeiterinnen des Hospiz- und Palliativdienstes des Diakonievereins Carolinenfeld e. V. laden Interessierte herzlich ein.

Antje-Gesine Marsch @31.03.2015