Gerhard und Ingeburg Zimmermann: Ein Leben in Zufriedenheit und gegenseitigem Vertrauen

Gerhard und Ingeburg Zimmermann: Ein Leben in Zufriedenheit und gegenseitigem Vertrauen
Der Bürgermeister der Stadt Greiz, Alexander Schulze (r.) und Peter Jahn-Illig (l.) gratulieren Ingeburg und Gerhard Zimmermann zur Eisernen Hochzeit. Tochter Susanne steht in der Mitte.

Am 22. August begingen Gerhard und Ingeburg Zimmermann aus Greiz-Sachswitz die Eiserne Hochzeit – Glückwünsche auch vom Greizer Bürgermeister und Vertreter der Landrätin

GREIZ-SACHSWITZ. Auf fünfundsechzig gemeinsame Ehejahre schaute am 22. August das Ehepaar Gerhard und Ingeburg Zimmermann (beide 80) zurück. Der Bürgermeister der Stadt Greiz, Alexander Schulze (parteilos) und Peter Jahn-Illig als Vertreter der Greizer Landrätin überbrachten ihre herzlichen Grüße und Wünsche für das „eiserne“ Ehepaar. Sie bei bester körperlicher und geistiger Konstitution anzutreffen, freute die Gratulanten ganz besonders.
Auch an ihrem Hochzeitstag sei schönes Wetter gewesen, das nur von einigen kleinen Schauern durchwoben war, erinnert sich das Paar.
Auf ihr gemeinsames Leben schauen die beiden in Dankbarkeit zurück. Die Ehe sei stets von „Zufriedenheit, Respekt und gegenseitigem Vertrauen“ geprägt gewesen.
Ingeburg hatte sich als junges Mädchen bei einem Bauern verdingt; ließ sich dann zur Weberin ausbilden und arbeitete bis zur Wende in einer Handweberei in Greiz-Rothenthal.
Gerhard erlernte zunächst den Beruf eines Bäckers; musste aber wegen einer Mehlstauballergie seine geliebte Tätigkeit aufgeben. Auch der gebürtige Cossengrüner erlernte den Beruf des Webers; fand aber bald eine ihn erfüllende Aufgabe in der Wäscheunion Elsterberg.
Lächelnd erinnert er sich an sein Anfangsgehalt in Höhe von 280 Mark. „Der Brotkorb hing hoch, aber wir waren mit dem, was wir hatten zufrieden.“


1955 wurde Tochter Susanne geboren; im Jahr 1967 Sohn Frank. Zwei Enkelinnen komplettieren das Familienglück der Zimmermanns.
Besonders freuen sie sich, dass Tochter Susanne, die seit 1984 in Frankfurt/Main als Ärztin tätig war, wieder in die Heimat zurückkehrte.
Im wohlverdienten Ruhestand standen oft auch Reisen auf dem Programm des sympathischen Ehepaars. In der Schweiz, in Österreich und in Norwegen sei man gewesen. Doch Ingeburgs Geburtshaus- das ihr Vater baute und in dem die Zimmermanns noch heute leben – und der wunderschöne gepflegte Garten sind für das Jubelpaar der schönste Ort.
„Noch heute kümmert sich Mutti mit viel Liebe und Kraft um das Grundstück. Im Garten und der Natur gehe sie voll auf“, wie ihr Tochter Susanne bescheinigt. Auch löse sie leidenschaftlich gern Sudoku-Rätsel.
Selbst gebacken wird noch im Hause Zimmermann – acht Kuchen wären keine Seltenheit. In der Vorweihnachtszeit steht natürlich auch Stollen auf dem Rezeptplan.
Vater Gerhard freut sich besonders, dass er nach einer Knie-und Hüftoperation schmerzfrei ist und sogar wieder Auto fahren kann.
Gefeiert wird das eiserne Jubiläum am Samstag in der Cossengrüner „Wühlmaus“. Da erscheinen auch wieder die ehemaligen Kollegen der Handweberei. „Wir halten noch heute fest zusammen“, freut sich Ingeburg Zimmermann. „Eine tolle Truppe, mit der es immer viel Spaß gibt“, wie Tochter Susanne lachend ergänzt.

Antje-Gesine Marsch @23.08.2018

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