Freundeskreis Bürgerstiftung Greiz gegründet

Torsten Röder einstimmig zum Präsidenten gewählt
GREIZ. Am Freitagabend wurde in der Gaststätte „Mamma Calabria“ der Freundeskreis Bürgerstiftung Greiz ins Leben gerufen. Elf Gründungsmitglieder wollen fortan „die Idee einer Bürgerstiftung noch intensiver nach außen tragen“, wie es Organisator Torsten Röder formulierte. Dabei soll die Gründung des Freundeskreises quasi als „Vorstufe“ gelten, in deren steter Weiterentwicklung mittelfristig die Bürgerstiftung Greiz entsteht. Dabei sieht sich der Freundeskreis als ein Zusammenschluss von Unterstützern und Multiplikatoren, die diese Idee mit Engagement vorantreiben. „Als Bürgerstiftung in Gründung sind wir in der Öffentlichkeit bereits positiv wahrgenommen worden“, unterstrich Röder und verwies beispielsweise auf die Aktion „Gemeinsam geht’s besser“, die in diesem Frühjahr zum dritten Mal stattfindet und zum Frühjahrsputz auf Spielplätzen, Kindergärten und Schulen aufruft. Als im Jahr 2013 das Junihochwasser in Greiz tobte, war es die Gründungsinitiative der Bürgerstiftung, die durch eine ins Leben gerufene Aktion eine Summe von 45.000 Euro an Spenden zusammentrug und an Betroffene verteilte. Rund 15.000 Euro flossen in die Kindertagesstätte „Käte Duncker“, deren Leiterin Mandy Winter nun mit der Mitgliedschaft im Freundeskreis „etwas zurückgeben“ will. Für die Greizerin Christiane Gräßer ist es wichtig, dass der Weg des Fördervereins „ohne politische Farbe“ beschritten wird:„Uns geht es um die Stadt Greiz.“ Sich für eine zukunftsfähige und lebenswerte Kommune einzusetzen, nannte auch der Greizer Matthias Rothe als Anliegen. All diese Fakten schlagen sich in der einstimmig beschlossenen Satzung nieder, in der es unter anderem heißt: „Die künftige Bürgerstiftung Greiz will Zeichen setzen und zusammen mit Bürgern und Unternehmen in dieser Stadt Mitverantwortung für die Gestaltung und Förderung des Gemeinwesens übernehmen.“ Überparteilich und offen über konfessionelle Grenzen möchte der Freundeskreis das ehrenamtliche Engagement der Greizer Bürger unterstützen. Das soll zum einen durch das Einwerben von Zustiftungen und Spenden erfolgen; zum anderen durch Motivation, sich selbst aktiv in die Stiftung und den von ihr unterstützten Projekten einzubringen. Ziel des Fördervereins ist es also primär, neue Gründungsstifter zu gewinnen. Derzeit gibt es zehn und verbindliche Zusagen über 3500 Euro, „also noch relativ weit entfernt von den gesetzlich geforderten 50.000 Euro zur Genehmigung“, informiert Torsten Röder. Sich dieser Aufgabe zu stellen, hat sich der Freundeskreis Bürgerstiftung Greiz, der nun die Gemeinnützigkeit beantragen wird, auf die Fahnen geschrieben. „Damit können wir auch öffentliche Fördermittel für Bürgerprojekte beantragen,“, brachte es Torsten Röder auf den Punkt, der im Anschluss einstimmig zum Präsidenten gewählt wurde. Das Amt der Vizepräsidentin bekleidet Christiane Gräßer, als 2. Vizepräsident und zugleich Schatzmeister fungiert Frank Küffner. Ricarda Gebauer wird ihre Arbeit im Vorstand als Beisitzer im Netzwerk Recht und Steuern aufnehmen; Mandy Winter ist im erweiterten Präsidium für Soziales verantwortlich.

Antje-Gesine Marsch @07.02.2015