Engagement über das normale Maß hinaus

Bärbel Tröber

Bärbel Tröber und Ulrich Jetschke erhalten Ehrenamtszertifikat der Thüringer Ehrenamtsstiftung des Freistaates Thüringen


GREIZ. Ohne Ehrenamtliche würden viele Bereiche des sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens nicht existieren können. Das sagte Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) anlässlich der Übergabe des Ehrenamtszertifikats der Ehrenamtsstiftung des Freistaates Thüringen an Bärbel Tröber und Ulrich Jetschke am Donnerstagnachmittag im Kleinen Fürstensaal des Oberen Schlosses. Sozialministerin Heike Taubert (SPD) hatte sofort ein offenes Ohr, als der Wunsch an sie herangetragen wurde, im Ehrenamt tätige Bürger auszuzeichnen, wie Grüner berichtete. Der Präsident der Thüringer Ehrenamtsstiftung bat nun das Stadtoberhaupt, die Auszeichnung vorzunehmen, da die Ministerin selbst aus terminlichen Gründen verhindert war. Das Ehrenamt hätte in den letzten Jahren immer mehr an Wichtung erfahren, so Grüner. Auch in der Stadt Greiz gewann es an Bedeutung. Bärbel Tröber und Ulrich Jetschke hätten sich „über das normale Maß hinaus“ ehrenamtlich betätigt. Bärbel Tröber sei eine „außerordentlich engagierte Frau“, wie Gerd Grüner in der Laudatio verlas. Sei sei Mitglied des Frauenvereins und Vorstandsmitglied der AWO-Ortsgruppe Greiz. Auch finde man sie oft inmitten Gleichgesinnter in aktiven Tätigkeiten wie basteln, häkeln, nähen oder backen. Auch die Kreativwerkstatt, die anlässlich der 800-Jahrfeier der Stadt 2009 gegründet wurde, lebe durch ihre Ideen. Der Greizer Osterbrunnen, der in diesem Jahr zum zweiten Mal präsentiert wurde, entstand ebenfalls unter ihrer Leitung. Außerdem sei Bärbel Tröber Mitglied des Museumsfördervereins, des Vereins Dialog mit Böhmen und Mitgründerin der Wohnungsgenossenschaft Am Waldberg. Auch städtische Großveranstaltungen unterstützte sie in „umgänglicher, freundlicher und streitbarer Art“. Obwohl Bärbel Tröber von ihrer Auszeichnung nichts ahnte, hatte sie ein Präsent mit auf das Obere Schloss gebracht: 15 kunstvoll gearbeitete Läufer die fortan die Tische in den Fürstensälen schmücken. Ulrich Jetschke wurde für seine hervorragende Tätigkeit als „Koordinator, Organisator und Vertrauter“ des Hilfstransportes von Greiz ins weißrussische Brest geehrt. Hunderte Tonnen Hilfsgüter seien bislang dorthin gebracht worden, um die Not der Familien etwas zu lindern, so Grüner. Mit „Geduld und Nachdruck“ habe er dabei agiert. Hauptberuflich als Busfahrer tätig, habe er die ehrenamtliche Tätigkeit ausschließlich in der Freizeit ausüben können; für die Brest-Fahrten stets Urlaub nehmen müssen.

Antje-Gesine Marsch @19.04.2012

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