Der Fanfarenzug Greiz in Calgary: ein langer Tag

Der Greizer Fanfarenzug bei der Parade mit dabei
Der Greizer Fanfarenzug bei der Parade mit dabei

Calgary/Greiz. Einen langen Tag hatten die Weltreisenden aus dem fernen Greiz in Calgary. Um 05: 45 Uhr saßen alle im Bus, einen der vielen, die vor dem Hotel auf dem Unicampus aufgereiht warteten. Das der Fanfarenzug als erste ausländische Band in der Calgary Stampede Parade starten sollte, mussten alle im ersten Bus des Konvois sitzen. Mit einem kurzen Zwischenstopp, auf dem letzte Choreografien geübt worden, ging es dann mit Polizeieskorte in die Innenstadt. Rund 50 Busse fuhren im Konvoi.
In der Innenstadt angekommen, gab es letzte Absprachen und Hinweise. Dann ging es zum Stellplatz. Punkt 10 Uhr startete die Parade mit einem kurzen Feuerwerk. Kurz nach dem Start gab es eine Marschwertung auf der Paradestrecke. Das absolvierten die Greizer in gewohnt professioneller Art und Weise. Dann ging es nahtlos und zur Freude aller Zuschauer und Gäste auf einen rund 4 km langen Rundkurs durch die Innenstadt. Was für die einen eine Abwechslung zwischen amerikanischer Marschmusik und Dudelsackklängen ist, bedeutete für unsere Jungs und Mädels eine gewaltige Aufgabe. Für rund 90 Minuten kamen die Trommelstöcke nicht mehr zur Ruhe.

Die Fanfarenklänge waren ungewohnt. Aber den Passante gefiel es.
Eröffnet wurde die Parade traditionell von der Calgary Stampede Band. Auf die Länge von 4 Kilometer verteilt waren über 1000 Pferde im Zug. Regelmäßig wurden deren „Hinterlassenschaften“ gereinigt, damit keine Unglücke passieren konnten. Bei jedem Schaubild gab es von den Seiten großen Applaus und Begeisterungsrufe. Besonderen Respekt haben in der kanadischen Gesellschaft die Armee und die Mounties, wie die Royal Canadian Mountain Police Officer liebevoll genannt werden. Wenn sie vorbeimarschierten, blieb kein Kanadier sitzen. Aber auch den Feuerwehrleuten wurde besonders Respekt gezeigt.
Nach dem Ende der Paradestrecke war den Greizern die Anstrengung anzumerken. Aber auf allen Gesichtern war ganz deutlich ein Lächeln zu sehen. Denn sie waren zu Recht stolz auf ihre Leistung.

Nach einer Verschnaufpause im Hotel ging es dann zurück dem zum Saddledom. Denn am Nachmittag war das Drumbattle angesagt. Die Greizer waren als einzige europäische Band angemeldet und belegten den dritten Platz hinter zwei Bands aus Calgary. Für die Zuschauer, dieser Wettkampf fand auf dem Voklsfestgelände statt, waren die europäischen Klänge ungewohnt Umso mehr schlossen sie die Greizer ins Herz und die mitgereisten Fans mit ihren Deutschlandfahnen wurden ebenso gefeiert wie die Trommlerinnen und Trommler.
Am Abend um 20: 45 Uhr probte der Fanfarenzug noch einmal seine Show im Saddledom. Denn am Sonnabend um 20:15 Uhr werden sie diese den Preisrichtern und den anderen Spielleuten präsentieren.
Für alle daheim gebliebenen Fans gibt es eine positive Nachricht: Die WAMSB wird alle Wertungen auf YouTube im Livestream bringen. Da der Fanfarenzug nach jetziger Planung erst um 20:15 Uhr antreten wird, heißt das, früh um 04:15 Uhr vor dem PC zu sitzen oder sich später die Aufzeichnung ansehen.

René Kramer @06.07.2019