Chemiewerk in Dölau stellte sich vor

Hunderte Besucher nutzten den Tag der offenen Tür bei Akzo Nobel

Greiz. Anlässlich des Tages der offenen Tür nahmen 555 Besucher die Gelegenheit wahr, einen Blick hinter das Werkstor von Akzo Nobel Functional Chemicals GmbH zu werfen.
Während der einstündigen geführten Rundgänge durch das Chemiewerk konnten die Besucher Einblicke in die Produktionshallen erhalten.

Fakten:
Geschichtliche Entwicklung
1895 Wolldruckerei „Treuter und Golle“
1909 Zschimmer & Schwarz, Chemische Fabrik Dölau
Vorrangige Herstellung von Chemikalien und Hilfsstoffen für die regionale Textilindustrie
1952 VEB Chemiewerk Greiz-Dölau
Herstellung anorganischer Grundchemikalien (Alu-Sulfat, Essigsaure Tonerde) auf Basis Bauxit -> Rotschlammanfall
Mit zunehmender Bedeutung der Petrochemischen Industrie in der DDR Umstellung zu organischer Chemie: Additive für PVC; Blei-, Zinn- und andere metallorganischen Stabilisatoren, Weichmacher, Antixodantien
Alleiniger Hersteller in der DDR mit hoher Exportrate auch in die westliche Welt
1963 Entwicklung und Aufbau der Thioplastproduktion Konsumgüterindustrie (Beginn: Ende der 60iger Jahre)
1990 Chemiewerk Greiz-Dölau GmbH, Ausgliederung aus Kombinat Chemische Werke BUNA
Vielseitige Kauf- bzw. Übernahmeabsichten vieler bedeutender Chemieunternehmen aus dem Inland und dem Ausland
1991 Übernahme durch die britische Harcros Chemical Group Vielfältige Investitionen an Produktionsanlagen sowie Umwelt- und Infrastrukturmaßnahmen (Kraftwerk, Gleitmittel)
Altlastenuntersuchungen
1993 Joint Venture mit Akzo Nobel
(Eccles, Blois, Düren/Dahlem, Roermond, Burnley, Greiz)
Investitionen in Produktionsanlagen (Thioplast, Zinn, Liquids, Gleitmittel) Zentralisierung der Stabilisatorenproduktion (Zinn Blois -› Greiz; Blei Greiz
Düren / Dahlem)
Investitionen in Umwelt und Infrastruktur (ZKA, Abrisse, Sanierungen) Zertifizierung nach ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem als

  1. Ostdeutscher Chemiebetrieb)
    1998 Übernahme durch Akzo Nobel

Starker Ausbau der Thioplastproduktion; weitere Investitionstätigkeit vor allem in Thioplastproduktion, Forschung (Anwendungstechnik) und Abwasseranlagen Integriertes Managementsystem (QMS, UMS, Sicherheits- u. Gesundheitsschutz)
Zertifizierung nach DIN ISO 14001
2003 Umfirmierung in Thioplast Chemicals GmbH & Co. KG
2006 Eingliederung in die neue Sub-Business Unit Sulfur Derivatives
2007 Umfirmierung in Functional Chemicals GmbH & Co. KG
2009 100 Jahre Chemie am Standort Greiz
2012 Namensänderung in Akzo Nobel Functional Chemicals GmbH 2013 Hochwasser

Allgemeine Angaben:
Werksfläche: 23,2 ha
Mitarbeiter 01.08.2018: 121
Umsatz 2017: 48,2 Mio €