Brigitte Jasinski: Kein Kind sollte bei uns im Winter frieren

Brigitte Jasinski: Kein Kind sollte bei uns im Winter frieren

Brigitte Jasinski vom Trekking-Fachgeschäft „draussen leben“ in Thalbach unterstützt Spende

GREIZ. Die Inhaberin des Trekking-Fachgeschäftes „draussen leben“, Brigitte Jasinski, sorgte mit dafür, dass ein 2-jähriges Mädchen aus Berlin diesen Winter nicht mehr frieren muss.
Der auf der Website www.wunschpate.de eingestellte Wunsch ging auch mit ihrer Hilfe in Erfüllung. Initiiert wird dies durch den Verein We4Kids aus dem Landkreis Greiz und dessen Online-Projekt „Wunschpate gesucht“.

„Ich war geschockt, als ich auf die Website aufmerksam gemacht wurde und dort selbst nachlesen musste, welch einfache Sachen Kinder als ihren `Herzenswunsch` deklarieren“ erzählte Brigitte Jasinski, die seit über 20 Jahren in Greiz-Thalbach rund um das Thema Outdoor und Wandern fachkompetent berät.

Auslöser war eine Nachfrage des Freundeskreises der Bürgerstiftung Greiz. Dessen Präsident Torsten Röder hatte einen Spender für die dringend gewünschte Winterjacke gefunden und bei der Inhaberin wegen Kinderbekleidung nachgefragt. Neben der Winterjacke (die ein neu gewählter Bundestagsabgeordneter aus dem Landkreis Greiz finanzierte) legte Brigitte Jasinski von sich aus noch eine Winterjacke und eine Regenhose obendrauf. „Kein Kind sollte bei uns im reichen Deutschland frieren müssen. Wie kann es möglich sein, dass eine alleinerziehende Mutti in unmittelbarer Nähe zum Bundestag finanziell nicht in der Lage ist, ihre Kinder jahreszeitbedingt einkleiden zu können? Der Staat verpulvert jedes Jahr Millionen- aber bei der Zukunft unseres Landes, den Kindern und Familien, wird bis zur Armutsgrenze gespart?“ empörte sich Jasinski noch im Nachhinein.
Sie freute sich, dass überhaupt ein Politiker auf diese Website aufmerksam wurde und helfen wollte.
Über Facebook hat Brigitte Jasinski schon nachverfolgen können, dass die Kleiderspenden bei We4Kids angekommen sind.

Torsten Röder dagegen war es wichtig, dass die Hilfe aus der Region kommt: „Von großen amerikanischen Onlinehändler käme solche Hilfe nicht.
Wenn wir alle ein bisschen mehr nach dem Motto `Fahr nicht fort, kauf im Ort` handeln würden, wäre vielleicht der eine oder andere Gewerbetreibende bereit, mehr zu helfen“.
Dabei stellt die Bürgerstiftung Greiz zugleich klar, dass sie bisher nahezu ausnahmslos immer auf offene Ohren gestoßen ist, wenn sie solche Projekte selbst anschob oder unterstützte.

Pressemitteilung Freundeskreis Bürgerstiftung Greiz @30.11.2017