Benefizkonzert zugunsten der Greizer Kreutzbach-Jehmlich-Orgel

Sonder-Poststempel zum Grundton D-Konzert in Greiz
Für Sammler wird ein Sonder-Poststempel zum Grundton D-Konzert in Greiz "abgeschlagen".

GREIZ. Am Samstag, den 28. September 2013 findet um 19 Uhr in der Stadtkirche St. Marien ein Konzert der Reihe Grundton D mit dem Vokalensemble amarcord und dem Barockensemble Lautten Compagney unter der Leitung von Wolfgang Katschner statt. Die beiden Ensembles spielen und singen die Marienvesper von Claudio Monteverdi. Seit 1991 ist die gemeinsam von Deutschlandfunk (DLF) und Deutscher Stiftung Denkmalschutz (DSD) veranstaltete Benefizreihe mit hochkarätigen Konzerten auf der Reise durch bedürftige Denkmale, die ersten zwanzig Jahre allein durch die östlichen, seit 2011 auch durch die westlichen Bundesländer. Die Erlöse aus den Konzerten kommen jeweils direkt den Bauwerken zugute, in denen sie für gewöhnlich auch stattfinden.
Für die private Denkmalstiftung in Bonn ist die Konzertreihe des DLF eine ausgezeichnete Möglichkeit, für bekannte und unbekannte Kleinode bundesweit um Aufmerksamkeit und Unterstützung zu werben. Weit über 200 Konzerte haben bislang die Besucher begeistert und dazu beigetragen, sich auch aktiv für die Erhaltung der Baudenkmale zu engagieren. Denn die bundesweite Ausstrahlung der Konzerte im Deutschlandfunk vermittelt einem Millionenpublikum vor den Rundfunkgeräten neben dem musikalischen Genuss auch wichtige Informationen über den Denkmalschutz. Dadurch erhalten die Denkmalpfleger vor Ort eine öffentliche Unterstützung, die nicht zuletzt im täglichen Kampf um Fördermittel und Hilfe unschätzbar ist.
Wie fast alle Denkmale, zugunsten derer in diesem Jahr Konzerte veranstaltet werden, ist auch die Marienkirche in Greiz ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Von 1727 bis 1737 erfolgte nach Plänen von Andreas Adam, eines Schülers des Barockbaumeisters Matthäus Daniel Pöppelmann, der Umbau der wohl spätgotischen Stadtkirche St. Marien zu einer rechteckigen barocken Hallenkirche. 1802 baute sie Friedrich Schuricht, der Erbauer des Neuen Palais in Dresden-Pillnitz, nach einem Stadtbrand klassizistisch wieder auf. Den Bau überragt ein quadratischer Chorturm, der von einer Schweifhaube mit Laterne bekrönt wird. Zum Osten hin schließt ein vieleckiger Chor das Kirchenschiff ab, das durch ein aufwendiges, von Pilastern flankiertes Nordportal geöffnet wird. Die aus Bruchsteinen errichtete Kirche ist rundherum mit einer roten Blendquaderung verputzt. Das verleiht ihr zusammen mit den flachen korbbogigen Fenstern, den Pilastern und Friesen den klassizistischen Charakter. Das Innere der dreischiffigen Halle überspannt eine in Stuck gefertigte Kassettendecke. Dreigeschossige Emporen auf korinthischen Säulen, eine Fürstenloge, ein Kanzelaltar und ein Orgelprospekt von 1881 bestimmen das Innere.
Das letzte Konzert in diesem Jahr findet am 3. November 2013 in Kloster Bredelar in Marsberg (Nordrhein-Westfalen) statt.
Weitere Infos unter www.denkmalschutz.de/grundton_d.html
Für Sammler wird ein Sonder-Poststempel zum Grundton D-Konzert in Greiz vier Wochen ab Einsatztag – dem Tag, auf den das Stempelbild lautet – abgeschlagen.
Er ist erhältlich bei der Deutschen Post AG, NL Brief, Sonderstempelstelle, Uhlandstraße 85 in 10717 Berlin, Tel. 030-8648-6253.

Pressemitteilung Deutsche Stiftung Denkmalschutz @26.09.2013