Elisabeth Kaiser MdBElisabeth Kaiser MdB - Gera – Greiz – Altenburger Land. Foto: Susie Knoll

Auf Medienberichte zu Plänen der Deutschen Bahn, ab 2025 die IC-Linien in Thüringen zwischen Gera und Köln sowie im Saaletal einzustellen, reagieren die Sprecher des Geraer Bahnbündnisses mit Unverständnis und rufen die DB zum Umdenken auf:

„Es wäre ein fatales Signal der Deutsche Bahn an die gesamte Region Ostthüringen, wenn es ab Januar keinen Fernverkehr mehr ab Gera gäbe. Bis zur Fertigstellung der kompletten Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung bis 2030 war übergangsweise eine Anbindung mit diesem IC an den
Schienenfernverkehr mit der Deutschen Bahn vereinbart wurden. Thüringen hat die Verbindung sogar mit einem Zuschuss für die Nutzung als Nahverkehr zwischen Gera und Erfurt subventioniert“, macht Andreas Schubert MdL, Co-Sprecher des Geraer Bahnbündnis, sein Unverständnis deutlich.

„Wenn wir möglichst viele Menschen für den Umstieg von der Straße auf die Schiene, also für eine nachhaltige Verkehrswende, gewinnen wollen, braucht es Verlässlichkeit. Die Vorhaben der Deutschen Bahn zur Streichung der Thüringer IC-Linien sind das genaue Gegenteil. Der Ende 2019 gestartete IC von Gera nach Köln hat sich nach Jahrzehnten ohne Fernzug aus Ostthüringer Sicht als Übergangsvariante bewährt und der Region eine konkrete Perspektive gegeben. Deshalb darf es nicht kurz vor dem Baustart der Elektrifizierung der MDV zwischen Weimar und Gößnitz zu dieser Streichung kommen“, so Elisabeth Kaiser MdB, Co-Sprecherin des Geraer Bahnbündnis Gera, die diese Frage auch in Berlin thematisieren wird.