Die Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser spricht den Streikenden bei Kelvion ihre volle Solidarität aus. Sie fordert die Geschäftsführung auf, ihre Verantwortung für die Beschäftigten, deren Familien und die Region endlich wahrzunehmen und den Weg für eine Produktion auch nach dem Jahreswechsel freizumachen.
„Ich bin beeindruckt von der großen Entschlossenheit, mit der die Beschäftigten und die IG Metall bei der Kelvion Brazed PHE GmbH in Nobitz-Wilchwitz ihren unbefristeten Streik organisieren. Umso mehr besorgt mich, welche Beobachtungen die Stammbelegschaft und die Gewerkschaft in den letzten Tagen gemacht haben. Das Wilchwitzer Werk darf nicht leergeräumt werden, bevor überhaupt ernsthaft über eine Perspektive nach dem Jahreswechsel gesprochen worden ist. Das ist meine klare Forderung an die jetzige Geschäftsführung“, macht Kaiser deutlich.
Kelvion will das Werk zum Jahresende schließen und die Produktion nach Niedersachsen verlagern. Nach sechs Warnstreikwellen und vier ergebnislosen Verhandlungsrunden war mit 100%iger Zustimmung ein unbefristeter Streik ausgerufen worden, den die Beschäftigten und die IG Metall seit der vergangenen Woche stemmen. Sie streiten u.a. für einen Sozialtarifvertrag und eine Transfergesellschaft.
„Die Geschäftsführung hat den Streikenden keine andere Wahl gelassen“, betont die Abgeordnete Kaiser. „Denn hier geht es nicht nur um die rund 250 Beschäftigten, die trotz exzellenter Qualität und großer Nachfrage nach Wärmetauschern ihren Arbeitsplatz verlieren sollen. Die erzwungene Schließung trifft auch 250 Familien sowie viele andere Unternehmen in Nobitz und der ganzen Region — vom Bäcker bis zum Zulieferer. Das dürfen wir nicht einfach hinnehmen!“
Die Geschäftsführung müsse sich endlich bewegen und ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.
„Wer einen Standort schließt, darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen und die Folgen bei den Beschäftigten abladen. Die Geschäftsführung ist den Menschen, die den Betrieb über Jahre mit ihrer Arbeit und ihrem Einsatz getragen haben, mindestens eine faire und sozialverträgliche Lösung schuldig. Ich stehe an der Seite der Beschäftigten, des Betriebsrats und der IG Metall“, betont Elisabeth Kaiser abschließend.
