130 Jahre Posaunenchor an Sankt Marien Greiz

130 Jahre Posaunenchor an Sankt Marien Greiz
Zum 130-jährigen Jubiläum des Posaunenchores an St. Marien fand ein großes Festkonzert statt. Foto: Kirchgemeinde Greiz

Posaunenchor an St. Marien beging sein 130-jähriges Jubiläum mit einem Festkonzert

GREIZ. Etwa 50 Bläserinnen und Bläser der verschiedenen christlichen Gemeinden aus dem Greizer Umland und der Partnergemeinde Sindelfingen waren am Samstag, dem 17. 09. 2016, der Einladung des Posaunenchores Greiz gefolgt, um das 130. Jahr seines Bestehens gemeinsam zu würdigen. Die Stadtkirche war zur Feierstunde gut gefüllt und die Gäste dankten den Bläsern mit herzlichem Applaus für ein Konzert von zarten, anmutigen Tönen bis zum gewaltigen, mitreißenden Klangerlebnis.

Da aus der Gründungszeit keine schriftlichen Dokumente existieren, lässt sich anhand von Hinweisen aus der Satzung des „Evangelisch-lutherischen Männer- und Jünglingsvereins zu Greiz“ das Jahr 1886 als wahrscheinliches Gründungsjahr annehmen. Durch eine wechselvolle Geschichte hindurch blieb für den Posaunenchor der Gedanke, mittels Blasmusik die christliche Verkündigung zu unterstützen, wesentlicher Antrieb.

Während heute 16 Bläserinnen und Bläser die Aufgaben zur musikalischen Gestaltung in den Gottesdiensten gemeinsam bewältigen, war die Beteiligung von Bläserinnen bis in die 50er Jahre nicht erwünscht, selbst dann nicht, wenn dringender Bedarf herrschte. Die Arbeit des Posaunenchores kam in den Nachkriegsjahren fast völlig zum Erliegen. Erst Ende der 70er Jahre wurde dieser wichtige Baustein der Kirchenmusik an „Sankt Marien“ neu belebt. 1983 knüpfte man Kontakte zum Posaunenchor Sindelfingen.

Den Pfarrern Lauterbach und Flach sowie den Kantoren Schadwill, Grünert, Scheffels und Jörg Reinheckel als Laienbläser ist es zu danken, dass die Greizer Stadtkirche bis heute einen Posaunenchor hat. Ralf Stiller, seit nunmehr drei Jahren Kantor in Greiz, gelang es, sowohl Bläsernachwuchs für den Chor zu begeistern, als auch qualitativ neue Maßstäbe zu verwirklichen. Das Repertoire umfasst neben Kirchenchorälen eine Fülle verschiedener Stilrichtungen , welches ein breites Publikum anspricht und sicherlich dazu beiträgt, unsere Kirche zu öffnen und den Glauben mit allen Sinnen erlebbar zu machen.

Bleibt nun der Wunsch, dass die Strukturen erhalten und ausgebaut werden, die eine hochwertige Kirchenmusik im Dienste der christlichen Botschaft weiterhin ermöglichen.

Anke Goersch @25.09.2016