Preiserhöhungen im Nahverkehr

GREIZ. Dass Die Bahn und im Windschatten auch alle anderen Schienenverkehrsunternehmen in Deutschland zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 ihre Fahrpreise erhöhen, ist mittlerweile bekannt. Lediglich beim Verkehr innerhalb von Verkehrsverbünden kann es davon Abweichungen geben. Die Preiserhöhungen betreffen nicht nur die auf Kilometerpreisen basierenden Fahrkarten. Auch die Ländertickets werden fast deutschlandweit angehoben. Das Sachsen-Ticket, das Sachsen-Anhalt-Ticket sowie das Thüringen-Ticket wird im Grundpreis für die erste Person um einen Euro teuer und kostet nun 22 Euro sowie 3 Euro für jeden weiteren Mitfahrer (maximal 4). Diese drei Tickets werden jeweils in allen drei Bundesländern im Schienenpersonennahverkehr anerkannt. Das Schöne-Wochenende-Ticket wird zwei Euro teurer und kostet nun 42 Euro für maximal 5 Personen. Der Preis für das Quer-durchs-Land-Ticket steigt für eine Person von 42 auf 44 Euro an. Der Preis für jeden weiteren Mitarbeiter bleibt bei 6 Euro.

Kommentar:

Alles wird teurer. Trotzdem ist das Reisen mit den genannten Tickets eine preiswerte und stressfreie Alternativen zum Auto. Mit den neu geschaffenen Direktverbindungen ab Fahrplanwechsel ist so beispielsweise ein entspannter und umsteigefreier Besuch des Erfurter Weihnachtsmarktes möglich. Mit dem Thüringen-Ticket kann man dann dort den Nahverkehr in der Landeshauptstadt nutzen, denn der Verkehrsverbund Mittelthüringen erkennt dieses Länderticket an. Bedauerlich ist allerdings die Tatsache, dass die drei Bundesländer sich keine Gedanken machen, ihre Ländertickets weiter zu entwickeln. Andere Bundesländer wie Bayern oder Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel sind da viel weiter. Denn dort gibt es Ländertickets für die 1. Klasse. Auch wenn diese Tickets deutlich mehr kosten angesichts der Fahrgastmassen, welche zeitweise zwischen Jena und Erfurt die zweite Klasse besteigen, wäre das für den einen oder anderen doch eine Alternative, um trotzdem mit dem Zug zu fahren.

Lediglich für die Fahrt zum Zug ist im Landkreis Greiz die Benutzung des Thüringen-Tickets noch immer nicht möglich. Denn dieses wird nicht anerkannt. Also bleiben uns nur die Alternativen, zusätzliches Ticket kaufen oder Autofahren zum Bahnhof.
Geheimtipp: Wenn Sie z.B. aus Thüringen nach Dresden, vielleicht zum Striezelmarkt fahren und dort den Nahverkehr nutzen wollen, kaufen Sie sich ein Sachsen-Ticket. Damit ist es möglich, in Dresden den Nahverkehr zu nutzen.

Hinweis: Alle hier gennannten Preise sind Automaten- bzw. Internetpreise. Im persönlichen Verkauf sind zwei Euro Bedienzuschlag fällig. Weitere Informationen zu den Tickets unter www.bahn.de
Renè Kramer @08.11.2012

Von Leserpost