Weihnachtsmärchen des Spontantheaters: Die schöne Wassilissa in der Vogtlandhalle

Mit dem Weihnachtsmärchen „Die schöne Wassilissa“ trifft Anke Hartmann auch in diesem Jahr den Nerv des Publikums in der Vogtlandhalle Greiz

GREIZ. Die Weihnachtsmärchen des Spontantheaters können in Greiz eine lange Tradition vorweisen. Generationen von Kindergartenkindern und Grundschülern, aber auch deren Eltern, Geschwister und Großeltern erlebten schillernde, großartige Aufführungen.

In diesem Jahr steht „Die schöne Wassilissa“ auf dem Spielplan. Frei nach dem wohl bekanntesten russischen Märchen schrieb Anke Hartmann das Drehbuch – unterstützt wurde sie bei der Inszenierung von Co-Regisseurin Tina Weidhaas und Sohn Til, der eine ganze Szene selbständig gestaltete.

Auch die Eleven der Tanzklasse tanz(un)art der Kreismusikschule „Bernhard Stavenhagen“ trugen zur erfolgreichen Aufführung bei. Mit ihren typisch russisch choreografierten Tänzen und Gewändern begeisterten sie die Gäste.

Bereits nach den ersten zwei von insgesamt sieben Aufführungen im großen Saal der Vogtlandhalle können die Mimen resümieren: Die harte Probenarbeit hat sich gelohnt. Mit minutenlangen Beifallgaben wurden die Vorstellungen durch das Publikum belohnt.

Die Handlung lehnt sich an das Märchen an – enthält aber auch viele Rollen und Szenen, die vom Original abweichen. Das macht den Charme der Aufführung aus: Die schöne Wassilissa (Anna-Lena Marsch) wird von Stiefmutter (Pia Kollaschek) und deren Töchtern Dunja (Jenny Brockmann) und Nadja (Isabell Krause) nicht nur schlecht behandelt, sondern auch gezwungen, sämtliche Arbeiten in Haus und Hof zu verrichten. Dass der stattliche Iwanuschka (Leon Hoffmann) ausgerechnet auf Wassilissa ein Auge geworden hat, macht die drei boshaften Weiber noch wütender. Sie schicken das Mädchen in den Zauberwald zu Hexe Baba Jaga (Sascha Weidhaas), um dort das „ewig brennende Feuer“ zu holen. Bis Wassilissa ihren Iwanuschka in die Arme nehmen kann und man gemeinsam eine riesige Hochzeit feiert, müssen eine Menge Hindernisse überwunden werden.

Wassilissa fällt nicht nur einer quirligen Räuberbande (urkomisch: Räuberhauptmann Nachtigall – Birgit Meese) in die Hände und wird von Baba Jaga in ihre Dienst aufgenommen, sondern soll auch so „leckere“ Speisen wie Blutegel-Pudding oder Regenwurmragout zubereiten. Derweil befreit Iwanuschka den Bären Mischka (Dirk Müller) aus einer Falle und schließt Freundschaft mit dem Wolf Kolja (Michael Mößner).
Die Puppe Kukolka (Tina Weidhaas), die die ganze Geschichte mit viel Humor und Liebreiz erzählt und Wassilissa nicht von der Seite weicht, würzt das Stück zudem mit klugen Sprüchen.

So kommen zum Schluss alle zusammen – mit der Erkenntnis, dass das stärkste, brennende Feuer die Liebe ist.

Darsteller:
Die schöne Wassilissa (Anna-Lena Marsch)
Puppe Kukolka (Tina Weidhaas)
Stiefmutter (Pia Kollaschek)
Dunja (Jenny Brockmann)
Nadja (Isabell Krause)
Iwanuschka (Leon Hoffmann)
Iwanuschkas Mutter (Raliza Pavlova)
Wolf Kolja (Michael Mößner)
Bär Mischka (Dirk Müller)
Hexenhaus (Til Hartmann)
Räuberbande (Samir Dinaj, Carla Müller, Pascal Singer, Lea Bucksch)
Räuberhauptmann Nachtigall (Birgit Meese)
Hexe (Sascha Weidhaas)
Kätzchen Olga (Maja Schütte)
Kerzenleuchter (Emma Hübner)
Besen (Helena Schütte)
Uhr (Justus Beierlein)

Die nächsten Aufführungstermine:
19.12.2016, 09.30 Uhr
20.12.2016, 09.30 Uhr & 14.30 Uhr
21.12.2016, 09.30 Uhr
22.12.2016, 09.30 Uhr

Antje-Gesine Marsch @19.12.2016