Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) besuchte Ortsteil Reinsdorf

Auf Einladung von Christian Tischner fanden Betriebsbesichtigung, Ortsbegehung und Bürgerfragestunde in der Kirche statt

REINSDORF. Auf Einladung des CDU-Landtagskandidaten, Christian Tischner (CDU) weilte Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) am Donnerstag im Greizer Ortsteil. Nach der Begrüßung durch Landrätin Martina Schweinsburg (CDU), Bürgermeister Gerd Grüner (SPD), Ortsteilbürgermeister Michael Hendel 8SPD) sowie weiterer Vertreter aus der Landwirtschaft fand zunächst eine Betriebsbesichtigung des Landwirtschaftsbetriebes Werner Taubert statt. Der Reinsdorfer, der eigentlich aus der Baubranche stammt, entschloss sich nach der politischen Wende in der DDR für eine Umorientierung. Im Jahr 1991 begann Werner Taubert, die Landwirtschaft im Nebenbetrieb zu betreiben, ein Jahr später stieg er in die Selbständigkeit ein.

Bereits im Jahr 1994 wurde die neue Halle gebaut, 1996 der große Stall und die ersten Anschaffungen, wie Traktor und Mähdrescher folgten. 245 Hektar Land besitzt Werner Taubert, der am 1. Juli den Betrieb an Sohn Christian (37) übergab und somit den Generationswechsel vollzog. 180 Hektar Acker, 40 Hektar Grünland und 25 Hektar Wald nennt Taubert, der nun als Seniorchef fungiert, sein Eigen. Angebaut werden vor allem Raps, Weizen, Wintergerste, Roggen, Erbsen und Hektar Mais für die eigenen Tiere: 35 Muttertiere, 25 Kälber, sechs Färsen und ein Zuchtbulle bilden den Tierbestand der Tauberts. Die Ministerpräsidentin zeigte sich sehr interessiert und freute sich besonders über den Auftritt der Kindergartenkinder des Ortes, die mit ihren Strohhüten auf dem Kopf und drei Liedern einen „guten Tag“ wünschten.

Bei einem Rundgang durch den Ort, der derzeit 484 Einwohner zählt, gab der Ortsteilbürgermeister Michael Hendel Einblicke in die jüngere Geschichte und Gegenwart des Ortes, der vor allem jungen Familien ein schönes Zuhause bietet. In der Trinitatiskirche wurde die Thüringer Regierungschefin bereits von Pfarrer Jörg Bachmann und Kantor KMD Wolfram Otto erwartet. Der Geistliche führte in die Geschichte der im Jahr 1720 im Barock erbauten Kirche ein, die im Jahr 1911 ausbrannte und anschließend im Jugendstil wieder aufgebaut wurde. In der sich anschließenden Gesprächsrunde begrüßte Christian Tischner neben der Ministerpräsidentin und dem Pfarrer auch den Mohlsdorfer Landwirt, Dr. Gerd Schaller. In ihrem Einführungsreferat ging Christine Lieberknecht unter dem Leitthema „Unser Dorf hat Zukunft“ im Besonderen auf die Bedeutung des ländlichen Raumes ein.

Schließlich lebe ein Großteil der Thüringer hier. „Die Leistungen des Freistaates Thüringen für den ländlichen Raum werden künftig vor allem darauf gerichtet sein, unsere Dörfer moderner und zukunftsfähiger zu gestalten“, so Christine Lieberknecht. Zudem müsse man die Stadt-Umland-Beziehungen stärken. „Die Thüringer Landesregierung betrachtet die Vielfältigkeit der ländlichen Räume, der Kulturlandschaften und der Siedlungsformen als besonderen Reichtum, den es zu erhalten gilt“, unterstrich die Thüringer Regierungschefin.

Antje-Gesine Marsch @09.05.2014