Sylvia Martens und die »Randfichten« gastieren in der Greizer Vogtlandhalle

Sylvia Martens und die »Randfichten« gastieren in der Greizer
Gemeinsames Konzert mit der Greizerin Sylvia Martens und der Gruppe "Randfichten"

Volkstümliche Musik aus dem Erzgebirge traf auf deutschen Schlager aus Thüringen
Konzertbesucher zeigten sich begeistert von Sylvia Martens und den Randfichten

GREIZ. Zu einer begeisternden Begegnung zwischen volkstümlicher Musik aus dem Erzgebirge und deutschem Schlager aus Thüringen kam es am Freitagabend auf der Bühne der Vogtlandhalle. „De Randfichten“ und Sylvia Martens zogen über vierhundert begeisterte Zuhörer in ihren Bann.
Kennenglernt hatte man sich bereits früher bei verschiedenen Auftritten, wie die Künstlerin verriet. Was lag also näher, als einmal ein gemeinsames Konzert zu geben und Fans beider Genres zu vereinen?
Vogtlandradio-Moderator Thomas Lämmer entlockte der Schlagersängerin auch einige Hintergrundinformationen zu ihrem neuen Album Stadtgeflüster, das im März erschien. Es ist das erste Mal, dass ich so richtig an einer Platte mitarbeiten konnte, sagte Sylvia Martens, die nicht nur eigene Texte beibrachte, sondern auch den Titel des Albums fand. Gib mich frei, Starke Frauen oder Fever interpretierte die temperamentvolle, junge Frau im Konzert mit Hingabe, Power und einer Menge Leidenschaft. Dass die gebürtige und mittlerweile zurückgekehrte Greizerin natürlich einen Heimvorteil besaß, war ein schöner Nebeneffekt, denn einige der Konzertbesucher – wie etwa Christel Gans, eine ehemalige Nachbarin – sind mit ihrer Sylvia gut bekannt.
Auch wer wegen der Randfichten zum Konzert gekommen war, kam voll auf seine Kosten: mit volkstümlichen Rhythmen, Lebendigkeit und Schwung brachten sie den Saal zum Mitklatschen und ernteten eine Menge Applaus. Wer die erzgebirgischen Musiker immer nur auf den Holzmichel reduziert, konnte sich an diesem Abend von der Vielseitigkeit des Trios, das von zwei Musikern am Schlagzeug und Bass verstärkt wurde mehr als überzeugen. Ein Rock`n Roll (Leedergack) oder das beliebte Lied vom Maschendrahtzaun das in Nadelholzbaum umbenannt wurde offerierte die hohe Musikalität der drei Urgesteine volkstümlicher Musik. Ob der Holzmichel noch lebt, wollten die vierhundert Gäste trotzdem wissen und erklatschten sich dieses Lied als Zugabe.
Die Signierstunde im Anschluss des Konzertes wurde von den Fans rege genutzt. Begrüßen konnte Sylvia Martens auch einen ihrer treuesten Fans: Manfred kommt aus Spremberg, wie sie erklärte. Auch Thomas Dahmen aus Gotha nimmt die lange Konzertanreise oft in Kauf, um Sylvia Martens live zu sehen. Für mich ist es ganz wichtig, dass sich hier in Thüringen eine Künstlerszene aufbaut, die Bestand hat, so der Rechtsanwalt.

Antje-Gesine Marsch @26.04.2013