Datenbasierte Zielgruppenanalyse der Region bildet Meilenstein
Plauen, 06.03.2026 | Mit dem Strategiegipfel „Kommunikation“ im Landratsamt Vogtlandkreis am 05. März 2026 hat der länderübergreifende Standortmarkenprozess einen weiteren wichtigen Schritt vollzogen. Rund 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Kommunen, Bildung, Verwaltung, sozialen Einrichtungen und Vereinen setzten sich intensiv mit aktuellen Marktforschungsdaten der SINUS-Milieuverteilung im Vogtland und deren Bedeutung für die zukünftige Zielgruppenansprache der Region auseinander. Mit dem Strategiegipfel wurde damit sowohl ein analytischer Zwischenschritt vollzogen, als auch die Basis für die nächste Phase gelegt: ein abgestimmtes Kommunikationskonzept, das allen Partnern als praxisnahe Grundlage für ihre tägliche Kommunikationsarbeit dienen soll.
Nachdem im November 2025 das gemeinsame Markenleitbild für den Wirtschafts-, Lebens- und Tourismusraum Vogtland vorgestellt wurde, stand nun die Frage im Mittelpunkt: Welche gesellschaftlichen Gruppen prägen das Vogtland – und wo liegen konkrete Entwicklungspotenziale?
Jochen Resch vom SINUS-Institut stellte zum Strategiegipfel die Milieuverteilung für die Region vor und zeigte auf, welche Wertehaltungen und Lebensstile in der Bevölkerung besonders vertreten sind. Auf dieser Grundlage wurden prioritäre Zielgruppen für die Handlungsfelder Wohnen & Leben, Wirtschaft & Arbeiten sowie Tourismus diskutiert. Die Ergebnisse fließen nun in ein praxisnahes Kommunikationskonzept ein.
Thomas Hennig, Landrat Vogtlandkreis, sieht darin eine konsequente Weiterentwicklung des Markenprozesses: „Mit dem Markenleitbild haben wir definiert, wofür das Vogtland steht. Jetzt schärfen wir den Blick dafür, wen wir gezielt ansprechen wollen. Eine fundierte Zielgruppenanalyse hilft uns, unsere Kommunikation klarer und wirksamer auszurichten.“
Auch Dr. Ulli Schäfer, Landrat Landkreis Greiz, betonte die Bedeutung der gemeinsamen Auswertung für die Region: “Die heutigen Ergebnisse geben uns ein noch genaueres Bild unserer Region. Das stärkt unsere länderübergreifende Zusammenarbeit und hilft, unsere gemeinsamen Potenziale sichtbar zu machen.“
Dass die Analyse vor allem praktische Auswirkungen haben wird, unterstrich Kurt Dannenberg, Oberbürgermeister Stadt Gera, mit Blick auf die kommunale Arbeit: „Für Kommunen sind klare Zielgruppen und präzise Botschaften entscheidend. Die Analyse liefert dafür eine wichtige Grundlage – insbesondere mit Blick auf Fachkräfte und Standortprofilierung.“
Für die Stadt Plauen sieht Bürgermeister Tobias Kämpf nun die Umsetzung im Vordergrund: „Die Marke wird dann stark, wenn sie im Alltag angewendet wird. Das geplante Kommunikationskonzept gibt Städten, Unternehmen und Institutionen dafür eine konkrete Orientierung.“
Seit November 2025 hat der Prozess weiter an Dynamik gewonnen. 53 neue Markenpartner sind hinzugekommen. Insgesamt zählt die Standortmarke Vogtland aktuell 411 Partner aus Kommunen, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und sozialen Institutionen und Ehrenamt.
Zum Abschluss rief Landrat Thomas Hennig dazu auf, die Standortmarke weiterhin aktiv zu nutzen. Interessierte können jederzeit Markenpartner werden und die Marke in ihre eigene Kommunikation integrieren.
Alle Informationen dazu gibt es online unter: www.vogtland-tourismus.de/markenbotschafter-werden.




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