Sandhummel entdeckt

Die Sandhummel
Die Sandhummel Foto: Sylke Schlehahn

Unsere Leserin Sylke Schlehahn entdeckte die selte Art einer Sandhummel

WEIDA/GREIZ. Die seltene Art einer Sandhummel hat unsere Leserin Sylke Schlehahn mit der Kamera festgehalten.Sandhummel, Bombus veteranus
Die Sandhummel, Bombus veteranus, ist eine der Hummeln, die oberirdisch nisten und sich dabei aus verschiedenen Materialien eine Nestkugel bauen.
Die Sandhummel hat auf der Brust (Thorax) viele blass-gelbe Haare, die einen schwarzen Fleck in der Mitte frei lassen. Die Behaarung zieht sich auch an den Seiten unter den Flügelansatz entlang, hier sind die Haare noch heller.
In Kopfnähe ist die Behaarung besonders dicht, so dass ein graugelbes Querband entsteht.
Am gesamten Hinterleib sind die einzelnen Segmente am Hinterrand gelbgrau bis weißlich behaart, so dass dazwischen der schwarze Chitin-Panzer sichtbar wird. Es entsteht ein Streifenmuster.
Hier die Details für Profis: Hell behaartes Kopfschild, während T2 – T5 schwarz behaart sind, außerdem am Hinterrand hell behaart. Die Grundfarbe ist dadurch graugelb, während die Brust gelb ist und einen schwarzen Mittelfleck hat. Die Drohnen sind ähnlich mit strohgelben Haaren gefärbt, während T6 bis T7 schwarz ist. Die Antennen sind bogig gekrümmt.
Vorkommen: Eher selten, vor allem in Süddeutschland und im Alpenraum bis 1100m regelmäßig anzutreffen. In NRW überwiegend ausgestorben, doch gibt es noch einzelne Vorkommen im Weserbergland und dem Bergischen, Sauer- und Siegerland. Hier ist die Hummelart vom Aussterben bedroht. In der Eifel und im Siebengebirge ist die Hummelart stark gefährdet, wodurch sie überall besonderen Schutz genießt. Man erwartet leider eine sehr starke Bestandsabnahme.
Besonderheiten: Obwohl sie ein breites Nahrungsspektrum nutzt, ist sie, wie die anderen langrüssligen Arten, selten geworden.
Gefährdungstatus: Stark gefährdet.
Vielen Dank für die interessanten Aufnahmen.

Rainer Marsch @22.07.2019

Werbeanzeigen