Leuchtende Kinderaugen

Greizer Familien verleben schönen Vormittag im Foyer der Greizer Vogtlandhalle.
Schöne Geschenke für die Politiker

Greizer Familien verleben schönen Vormittag im Foyer der Greizer Vogtlandhalle. Weihnachtsmann unterbrach extra seine Arbeit in der Wichtelwerksatt

GREIZ. Leuchtende Kinderaugen gab es am Sonnabendvormittag im Foyer der Greizer Vogtlandhalle. Der Bürgermeister der Stadt Greiz, Gerd Grüner (SPD) und Thüringens Sozialministerin Heike Taubert (SPD) hatten eingeladen, um gemeinsam einen gemütlichen Vormittag bei Kakao, Stollen und Plätzchen zu verbringen. „Aus den Erfahrungen der letzten Jahre heraus, haben wir uns vor allem an kinderreiche Familien oder alleinstehende Mütter gewandt“, so Grüner.
Etwas enttäuscht zeigte sich das Stadtoberhaupt allerdings, dass viele Plätze der festlich gedeckten Tafel trotz Zusage der Eingeladenen leer blieben. Damit bei den Kleinen erst gar keine Langeweile aufkam, waren der Frauenverein und die Bunte Lade mit einem Basteltisch vor Ort;   wer wollte, konnte mit Vogtlandhallen-Chefin Undine Hohmuth einen Blick hinter die Kulissen des Hauses zu werfen. Als von weitem eine dunkle Stimme und Stiefelschritte zu hören waren, rannten die Kinder schnell zu ihren Plätzen. Der Weihnachtsmann hatte extra seine Arbeit in der Wichtelwerkstatt unterbrochen, um die Greizer Kinder zu besuchen. Einen großen Wagen mit einem Riesenberg von Geschenken zog der Bärtige ebenfalls hinter sich her. Wie staunten die Kleinen, als der Weihnachtsmann den Namen eines Jeden aufrief und zudem wusste, ob das Kind artig war oder doch einige kleine Vergehen nannte.

So wusste er zum Beispiel, dass es die kleine Laura Geilert mit dem abendlichen Zähneputzen nicht ganz so ernst nimmt, ihr Bruder Marcel dagegen mit dem pünktlichen Schlafengehen; Julian Purfürst versprach, in der Schule noch besser zu lernen. Jason Ilhan rezitierte das Gedicht Advent, Advent, ein Lichtlein brennt und bekam dafür gleich zwei Geschenke, die er strahlend zu seinem Platz trug. Nathalie Mielke erhielt für ihr Lied ebenfalls nicht nur den Beifall der Anwesenden, sondern ein schönes Präsent. Ein ganz besonderes Geschenk hatte der Weihnachtsmann noch für Heike Taubert und Gerd Grüner parat. Die Ministerin erhielt eine Giraffe, deren langer Hals sinnbildlich dafür steht, immer den Überblick zu behalten; der Bürgermeister freute sich über einen Elch, dessen sprichwörtlich dickes Fell der Bärtige dem Stadtoberhaupt wünscht. Dass auch der Weihnachtsmann ein Geschenk bekommt, ist sicher ungewöhnlich, wird aber in Greiz so praktiziert: Vielen Dank dafür, so der Überraschte. Das größte Geschenk ist trotzdem ein glückliches Lachen der Kinder und ein fröhlicher Blick in ihre Augen. Wer von den geladenen Gästen an der Feier nicht teilnahm, braucht keine Sorge zu haben, wie der Bürgermeister versicherte. Die Geschenke werden in den nächsten Tagen bei den Familien vorbeigebracht.

Antje-Gesine Marsch @17.12.2011