Erinnerung an erste genehmigte Demo vor 20 Jahren in Greiz

Bronzenen Pflasterstein für die friedliche Revolution 1989 in Greiz
Rudolf Kuhl spricht einige Worte zu den Geschehnissen im Oktober 1989.

Rudolf Kuhl hatte vor 20 Jahren die erste Demo in Greiz angemeldet.

GREIZ. Keine Angst zu haben und Mut auch in der heutigen Zeit zu beweisen, in der so katastrophale Dinge passieren, ermunterte Rudolf Ruby Kuhl die Menschen, die anlässlich der Einweihung eines bronzenen Pflastersteines zum Gedenken an die friedliche Revolution im Jahre 1989 auf den Greizer Kirchplatz gekommen waren. Die Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion hatten den Antrag eingebracht, diesen Gedenkstein gut sichtbar zu setzen bekamen von den anderen Fraktionen dazu Unterstützung.

Genau vor 20 Jahren, am 28. Oktober 1989, fand in Greiz die erste Demonstration in der Wendezeit statt. Rudolf Kuhl hatte sie damals privat angemeldet, weil jemand in der Stadtkirche gerufen hätte, man könne doch in Greiz wie in den Städten Leipzig oder Plauen auch mal demonstrieren.

Gesagt, getan: im Volkspolizei-Kreisamt Greiz meldete Kuhl die Demo an. Dass alles gut ging und es trotz 6000 Demonstranten keine Ausschreitungen gab, dafür ist der Greizer heute noch dankbar. Der bronzene Gedenkstein, geschaffen vom Leipziger Künstler Markus Gläser, wird auf dem Kirchplatz fortan an diesen wichtigen Tag in der Greizer Geschichte erinnern.

Antje-Gesine Marsch @28.10.2009